"heute show" über Trump: "Der falscheste Mann am falschesten Platz zur falschesten Zeit"

Corona, Massenarbeitslosigkeit und nun landesweite Rassismus-Proteste: Donald Trump steht unter Druck. Die “heute show” blickt in ihrer aktuellen Sendung auf die Woche des US-Präsidenten – und lässt kein gutes Haar an ihm.

Make America Hate Again – “heute show”-Moderator Oliver Welke wirft einen genaueren Blick auf US-Präsident Donald Trump und seinen Umgang in der Krise

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd im Zuge eines brutalen Polizeieinsatzes gehen in den USA seit Tagen Zigtausende Menschen auf die Straßen, um gegen Polizeigewalt und Rassismus zu demonstrieren und so den Druck auf US-Präsident Donald Trump zu erhöhen.

Auch die ZDF-Satiresendung “heute show” nahm die Unruhen in den USA zum Anlass, einen genaueren Blick auf Donald Trumps Umgang in der aktuellen Krise zu werfen. Und schon zum Einstieg lässt Anchorman Oliver Welke kein gutes Haar am US-Präsidenten: Er sei “der falscheste Mann am falschesten Platz zur falschesten Zeit.” Statt versöhnliche Worte zu finden “oder wenigstens ein Minimum an Empathie zu zeigen, redet der Psychopath über Militäreinsätze gegen die eigene Bevölkerung”, so Welke. Ein Verhalten, das nicht nur hierzulande für Kopfschütteln sorgt. “Selbst Kollegen sind fassungslos.”

Rassismus-Unruhen

Polizeigewalt in den USA: Welchen Anteil hat die Ausbildung der Cops?

Als Beispiel nennt Welke den kanadischen Premierminister Justin Trudeau. Der wurde in einem TV-Interview  auf Donald Trumps Umgang mit den Protesten in den USA angesprochen, woraufhin Trudeau ganze 21 Sekunden lang schwieg. Das Video können Sie hier sehen. Welke kommentierte das ungewöhnliche politische Statement bissig mit den Worten, Trudeau habe womöglich “Angst vor einem Atomschlag. Hätte ich auch.”

Weiß wie eine Sendung Maischberger

Auf Twitter und in Interviews markiert Trump in diesen Tagen den starken Mann. Das sei insofern bezeichnend, weil sich der Mann “wegen Fersensporn vom Vietnamkrieg hat befreien lassen”, so Welke. “Er twittert praktisch nur noch Law and Order, ist aber bei den allerersten Demos in seinen Bunker geflüchtet. Ganz arm.”

Die bemerkenswerteste Aktion dieser Woche sei aber der vergangene Montag gewesen, so Welke, als Trump friedliche Demonstranten am Weißen Haus von der Militärpolizei auseinandertreiben ließ. “Warum? Damit er mit seiner Entourage – die übrigens so weiß ist, als kämen sie direkt aus einer Sendung Maischberger – vor der Kirche gegenüber ein Fotoshooting mit einer Bibel machen kann.” Das hätte Jesus sicherlich gewollt, spöttelte der “heute show”-Moderator.

Die vollständige Sendung der “heute show” können Sie in der Mediathek sehen

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