"Bares für Rares": Rarität erzielt sechsthöchste Summe

Ein ganz besonderes Exponat verzückt Horst Lichter und die Händler bei “Bares für Rares XXL” auf Schloss Drachenburg. Bei dem Anblick zücken gleich drei Händler ihre Telefone – und bieten Höchstsummen.

Horst Lichter: “Da schlägt mein Herz bis zum Hals!”

“Bares für Rares XXL”: Ein Oldtimer lässt Horst Lichters Herz schneller schlagen. (Quelle: Screenshot ZDF)

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“Oha, da schlägt mein Herz bis zum Hals! Es ist bekannt, dass ich alte Sachen mag und ich denke, das müsste eine Heinkel Kabine sein”, sagt er freudig zur Begrüßung. “Genauer gesagt eine Heinkel Trojan Kabine”, stellt Schleicher richtig und erklärt: “Ich habe meine Firmen verkauft und hab’ mir für einen Teil des Erlöses zehn Oldtimer gekauft.” Das ist nach Lichters Geschmack. “Zehn Oldtimer? Wolfgang, wir könnten Freunde werden”, ruft er aus. “Sind aber schon alle verkauft”, klärt Schleicher ihn auf. “Warum das denn? Schon ist die Freundschaft kaputt”, scherzt Lichter und übergibt das Wort schnell an den Experten Sven Deutschmanek.

“Die ersten ‘Trojaner’ gab es erst ab 1961, also muss das eine sehr frühe Ausfertigung sein”, stellt er fest und erklärt, dass die Firma Heinkel für den Flugzeugbau bekannt war. Daran erinnere auch die Bauart der Kapsel des Autos. “Die haben das Ding verkauft und gesagt, es ist für vier Leute”, weiß Deutschmanek und fasst die Besonderheiten zusammen: Rechtslenker, 175 Kubik, 4-Gang-Schaltung, Rückwärtsgang, neun PS.

“Es ist alles komplett neu, alle Teil vom Kolbenring bis zum Lager”, ergänzt Schleicher, der gerne 15.000 Euro für den Oldtimer hätte – obwohl ein Wertgutachten den Wagen auf 25.000 Euro geschätzt hat. “Das bekämen Sie, wenn das Fahrzeug gestohlen wird”, erklärt Deutschmanek, der einen Betrag von 15.000 bis 16.000 Euro für realistisch hält. Die Händlerkarte bekommt der Verkäufer von Lichter allerdings nicht – weil die Händler zu ihm und dem Oldtimer nach draußen kommen.

“Die Karre bleibt hier!” – Rekord-Verkauf in XXL-Show

“Bares für rares XXL”: Der Heinkel Trojan Kabinenroller ist nun das sechstteuerste Exponat der Show. (Quelle: Screenshot ZDF)

“Das ist ja wirklich eine Babyschnauze, man muss sich da ja wie ein kleines Kind drin verlieben. Das ist ja süß!”, findet Händler Daniel Meyer und auch seine Kollegen sind ganz begeistert von dem Gefährt. “Das ist eine Knutschkugel. Wenn man mit der Kiste irgendwo vorbeifährt, wird gewunken und gelacht und es entsteht kein Neidfaktor”, sagt Schleicher. “Klein, aber oho”, stimmt auch Dr. Elisabeth “Lisa” Nüdling zu.

“Wo fangen wir da an?”, fragt Walter Lehnertz. “Ich starte mit 2.000 Euro – normal fange ich mit 80 Euro an.” Schleicher ist das natürlich zu wenig: “Dafür bekommen Sie einen Reifen.” Meyer erhöht schnell auf 8.000 Euro. “Ich muss mal anrufen”, entgegnet Lehnertz und zückt sein Handy. Daraufhin greifen auch Meyer und Händler Julian Schmitz-Avila zu ihren Telefonen. Damit ist das Gefecht eröffnet – denn die drei Händler haben schon potenzielle Käufer. Lehnertz bietet bald 13.000 Euro und ist sich sicher: “Die Karre bleibt hier!” Das sieht auch Meyer so und bietet 14.000 Euro. 

Bares für “Bares für Rares”: Auf Schloss Drachenburg sind die Experten Daniel Meyer, Lisa Nüdling, Walter Lehnertz, Susanne Steiger, Fabian Kahl und Julian Schmitz-Avila mit dabei. (Quelle: ZDF/Willi Weber)

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Lehnertz erhört noch um weitere 500 Euro, doch Meyer lässt nicht locker, bietet schließlich 15.000 Euro und erhält den Zuschlag. Damit das Geld bei der coronagerechten Übergabe nicht wegfliegt, klemmt er es unter den Scheibenwischer. Nach einem Brillantkreuz für 42.000 Euro, einem Oldtimer der Marke Borgward für 35.000 Euro und einer Goldmünze für 25.000 Euro, einer BMW Isetta für 18.000 Euro und einem Diamantring für 16.000 Euro ist der “Trojaner” damit das sechstteuerste Exponat bei “Bares für Rares”.

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