Vergewaltigung verherrlicht? Antonia aus Tirol siegt im Streit um „Skandal-Video“

Vergewaltigung verherrlicht? Antonia aus Tirol siegt im Streit um „Skandal-Video“

Sony Music gibt das Skandal-Musikvideo wieder frei

Sängerin Antonia aus Tirol (41), in Linz als Sandra Stumptner geboren, strebt schon länger eine musikalische Veränderung und einen Imagewechsel an. 2020 verkündete sie nach 20 erfolgreichen Jahre daher das Ende ihrer Ballermann-Karriere. Antonia wünscht sich eine Veränderung und erklärt: „Meine Musik wird rockiger und echter. Rock’n Roll eben.” Doch der Imagewandel kam dann doch abrupter und skandalöser als geplant. Ihr neuestes Musikvideo machte schnell Schlagzeilen und der Sängerin wurde vorgeworfen, Gewalt- und Vergewaltigung zu verherrlichen. Nun ist der Wirbel um den Clip endlich geklärt und Antonia kann sich über einen Sieg freuen. Hier erfahren Sie mehr.

Antonias Video wurde auf YouTube gesperrt

Antonias Management Peter Schutti erklärt, was es mit dem „Skandal-Video“ auf sich hat: „Ein Musikvideo ist nichts anderes als ein kurzer Film. Das Klischee des Rock’n Roll war schon in früheren Zeiten ‘Sex, Drugs & Rock’n Roll’. Da das Thema des Songs in einem Gefängnis spielt, bekommen diese Szenen natürlich einen düsteren Charakter, es sollte ja auch authentisch wirken.“

Nach Veröffentlichung erreichte das „Jailhouse Rock“-Video von Antonia auf YouTube, innerhalb von 2 Wochen rund 700.000 Aufrufe. Bis dahin völlig skandalfrei! Erst als Medien dieses Thema aufgriffen, sperrte Sony Music Entertainment den Clip kurzerhand auf YouTube, angeblich wegen Urheberrechtsverletzung.

Szenen aus dem Clip und was Antonia selbst dazu sagt, zeigen wir unten im Video.

Video: Antonia aus Tirol schockt mit neuem Video

Antonia aus Tirol schockt mit neuem Video

Sony Music Entertainment lenkt ein und YouTube hebt die Sperre auf

Nachdem das Video durch die Medien ging und es YouTube sperrte, war der Skandal perfekt. Viele feierten den Clip, andere empfanden es als ekelhaft und abstoßend. Doch die Künstlerin und ihr Management leisteten erfolgreich Widerstand. Gegen Sony und ihre Hater.

Mittlerweile wurde die Sperre von Sony Music Entertainment bei YouTube aufgehoben. Auf Bitten von Produzent und Management der Künstlerin, hat Sony die „Jailhouse Rock“-Version von Antonia aus Tirol noch einmal genau geprüft. Dabei wurde festgestellt, dass es sich dabei um eine neue Produktion, also eine Neuaufnahme handle, keinerlei Urheber- oder Masterrechte verletzt wurden. Deshalb wurde die Sperre entfernt und das Video kann wieder unzensiert angesehen werden, da laut Management das Musikvideo auch gegen keine Richtlinien von YouTube verstößt.

„Was wir machen, ist einfach nur Musik“

Mittlerweile hat dieses Musikvideo über 1 Million Aufrufe überschritten, die Meinungen dazu bleiben aber gespalten. Antonia aus Tirol erklärt: „Was wir machen, ist einfach nur Musik, wenn sich jetzt Moralapostel, sogenannte Frauenrechtler und Sittenwächter daran stören, dann sehen sie schlichtweg nur das was sie sehen wollen, und haben vielleicht ein Problem wenn man als Frau sexuelle Neigungen öffentlich thematisiert, es gibt viele, die mit einem sexuellen Rollenspiel schöne und angenehme Gefühle in Einklang bringen können. Es ist doch einvernehmlich. Die Menschen sind halt verschieden. Und ich als Sängerin betrachte das Video als künstlerische Freiheit.“

Antonias Manager fügt hinzu: „In unserem Video sieht man keine wirkliche Gewalt, keine wirklichen Nacktszenen, und es wird auch keine Vergewaltigung dargestellt. Es ist ein erotisches Rollenspiel, von Anfang bis zum Ende umgesetzt, bis die Zellentür sich schließt. Wenn das bei YouTube ein Problem darstellen würde, dann müssten sie auch so einige Filmtrailer sperren und manch andere Musikvideos sowieso.“

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