So tickt die steinreiche Scheich-Familie von Katar

Mega-Vermögen, Harem, Kunst-Leidenschaft

So tickt die steinreiche Scheich-Familie von Katar

Dagegen wirken unsere TV-Millionäre aus „Die Geissens“ fast wie Otto Normalverbraucher. Die steinreiche Scheich-Familie um Katars Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al Thani ist in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich. Derzeit ist ihre Heimat der Austragungsort der Fußball-WM und wegen der dortigen Menschenrechtsverletzungen in aller Munde. Doch welches Leben führt unterdessendie Familie des Herrschers?

Mehr Besitz in England als die Briten-Royals?!

So reich wie das Land am Persischen Golf an Gas ist, so vermögend ist die Dynastie Al Thani auch hinsichtlich ihrer Eigentümer. Das Vermögen der Wüsten-Royals wird auf unglaubliche 300 Millionen US-Dollar (um die 291.000 Millionen Euro) geschätzt. Um den ganzen Globus finden sich Investitionen der Megareichen, sie sollen in England angeblich sogar mehr materiellen Besitz haben als die Briten-Royals! Wie die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ berichtet, sollen zu den Besitztümern der Familie etwa auch Luxus-Immobilien auf den griechischen Inseln, in Frankreich oder auch der Schweiz gehören. Und natürlich kommt ein beträchtlicher Teil vom Rest des Vermögens aus Öl- und Gasvorkommen.

Angesichts solcher Besitztümer und finanzieller Unsummen fast schon bescheiden kommt die Tatsache daher, dass der Scheich „nur“ drei Ehefrauen hat. Erlaubt sind ihm nach islamischem Recht nämlich sogar bis zu vier Frauen, sofern diese allesamt Gleichbehandlung genießen. Alle drei zusammen waren allerdings nicht mit dabei, als ihr Ehemann in England das Staatsbegräbnis der Queen besuchte. Dieses Privileg blieb seiner ersten Ehefrau, Sheikha Jawaher, vorbehalten.

Zwischen XXL-Familie und Kunstförderung

Wer so viele Frauen hat, könnte manch einer jetzt denken, hat womöglich auch viele Kinder. Und würde im Fall des Katar-Scheichs richtig liegen. Auf 13 Kinder hat es der Milliardär bereits gebracht – da kann sogar US-Comedian Nick Cannon einpacken, der es „nur“ auf elf bringt (das nächste Baby ist allerdings schon unterwegs!).

Währenddessen hat sich des Staatschefs Schwester Al-Mayassa bint Hamad bin Khalifa Al Thani die Kunst angetan. Sie ist als Präsidentin der Museen Katars darauf erpicht, finanzielle Kulturförderung zu betreiben – und soll laut Informationen der „Vanity Fair“ jährlich riesige Summen in den Ankauf von Kunstwerken investieren. Katar kaufte 2012 etwa Paul Cézannes „The Card Players“ an. Das Gemälde erzielte den bis dahin höchsten Verkaufspreis, der je für Kunst bezahlt worden war: 250 Millionen US-Dollar (gute 242.000 Millionen Euro).

Unterdessen ist die Mutter des Scheichs, Musa bint Nasser al-Missned, Ehrendoktorin an gleich fünf Universitäten. Zudem setzt sie sich als Förderin im Bereich Mode ein.

Boris Becker spielte mit dem Mini-Scheich Tennis

Übrigens genoss der Emir als Kind den Luxus, Tennisunterricht von Sportler-Legende Boris Becker höchstpersönlich zu bekommen. Heute, in seinem Erwachsenen-Leben als Steinreich-Scheich, genießt der Regent vor allem den Luxus von schnellen und teuren Autos und findet Gefallen an der Falknerei.

Weniger spaßig unterdessen die Menschenrechts-Lage im Wüstenstaat. Im Land ist Homosexualität verboten, es herrscht das eiserne Sharia-Gesetz. Schwulen und Lesben drohen für die Ausübung homosexueller Handlungen in Katar laut Berichten von „Human Rights Watch“ jahrelange Gefängnisstrafen, körperliche Gewalt, sogar die Verhängung der Todesstrafe.

Im Video: Katar tritt Menschenrechte mit Füßen

Die öffentliche Empörung in der westlichen Welt darüber, die WM ausgerechnet dort auszutragen, ist aktuell daher riesig.

  • Streaming-Tipp: “ Rote Karte statt Regenbogen – Homosexuelle in Katar“ auf RTL+ ansehen

(nos)

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel