Sidney Poitier: Erster schwarzer Oscar-Preisträger soll verstorben sein

Er wurde 94 Jahre alt

Sidney Poitier: Erster schwarzer Oscar-Preisträger soll verstorben sein

Traurige Nachrichten

Wie Medien international berichten, soll Oscarpreisträger Sidney Poitier (94) im Alter von 94 Jahren verstorben sein. „Irish Mirror“ erklärt, die traurigen Nachrichten seien von Fred Mitchell, dem Außenminister der Bahamas, bestätigt worden. „Wir haben einen großen Bahamaer verloren und ich einen persönlichen Freund“, wird er zitiert. Die Todesursache stehe noch nicht fest.

Broadway-Stück soll sein bewegtes Leben nacherzählen

Sidney Poitier war ein bahamaisch-US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur, der seit über 70 Jahren in der Branche tätig war. 1964 gewann er für seine Rolle in „Lilien auf dem Felde“ als erster afroamerikanischer Schauspieler überhaupt einen Oscar. Erst im Dezember war bekannt worden, dass ein Broadway-Stück über das Leben von Poitier geplant sei.

Poitier konnte tatsächlich auf eine spannende Karriere zurückblicken: Nach diversen Engagements am Theater begann 1950 mit „Der Hass ist blind“ seine Hollywood-Karriere. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen neben „Lilien auf dem Felde“ noch „Flucht in Ketten“ (1958), „In der Hitze der Nacht“ (1967) und „Sneakers – Die Lautlosen“ (1992). Letztmals stand er 2001 im Fernsehfilm „The Last Brickmaker in America“ vor der Kamera.

Ein Regisseur und Sir

Auch als Regisseur machte sich Poitier einen Namen. Neun Filme drehte er im Zeitraum von 1972 bis 1990. Darunter „Ausgetrickst“ (1977) oder „Zwei wahnsinnig starke Typen“ (1980). Zuletzt saß er bei „Ghost Dad – Nachrichten von Dad“ von 1990 auf dem Regiestuhl.

Da Poitier als Staatsbürger der Bahamas auch Teil des britischen Commonwealth war, konnte ihm 1974 noch eine weitere Ehre zuteilwerden. Für seine Verdienste als Schauspieler erhielt er den Titel Knight Commander of the British Empire verliehen und durfte sich fortan Sir Sidney Poitier nennen.

spot on news / lsc

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