Queen Elizabeth: Ihr Fehlen bei der Parlamentseröffnung war Teil eines großen Plans

Zum ersten Mal seit 59 Jahren verpasste Queen Elizabeth, 96, am vergangenen Dienstag, 10. Mai 2022, aus gesundheitlichen Gründen die jährliche Parlamentseröffnung. An ihrer Stelle musste Sohn Prinz Charles, 73, die traditionelle "Queen's Speech" halten. Die Monarchin soll darauf bestanden haben und ihren Ältesten – aber auch das Volk – damit auf seine künftige Rolle als König vorbereiten wollen. 

Prinz Charles hielt erstmals die „Queen’s Speech“

Lediglich zweimal in ihrer Regentschaft nahm die 96-Jährige nicht an der Parlamentseröffnung teil: 1959 sagte sie aufgrund ihrer Schwangerschaft mit Prinz Andrew, 62, ab, 1963 wegen ihrer Schwangerschaft mit Prinz Edward, 58. Ihre Rede wurde beide Male vom damaligen Lordkanzler verlesen. 

Diesmal übernahm diese ehrenvolle Aufgabe allerdings nicht der aktuelle Lordkanzler Dominic Raab, sondern Prinz Charles, der in voller Uniform erstmals überhaupt an der Veranstaltung teilnahm. Grund dafür sind die anhaltenden Mobilitätsprobleme, die die Queen seit letztem Jahr plagen und wegen derer sie in den vergangenen Monaten bereits mehrere wichtige Termine absagte. Eine Tatsache, die zur Sorge anregte. 

Queen Elizabeth bereitet auf Thronwechsel vor

Prinz Charles' Auftritt bei der Parlamentseröffnung soll jedoch aus anderen Gründen von der Monarchin forciert worden sein. Wie "The Times" berichtet, soll diese Maßnahme Teil ihres Plans sein, den Übergang des Thronwechsels "abzumildern".

"Das war nur die Vorschau. Der Prinz war sehr königlich gekleidet, aber noch nicht so, als würde er die Rolle des Souveräns übernehmen", so ein Insider aus Royal-Kreisen. "Hat man sich daran erst einmal gewöhnt, wird es kein so großer Unterschied sein, wenn er die Krone trägt. Im Prinzip war es nicht einmal nötig, dass er die Rede vorträgt."

Sichtlich emotional blickte Prinz Charles zur Krone seiner Mutter, bevor er in ihrem Namen und flankiert von Prinz William, 39, und Herzogin Camilla, 74, neue Gesetzesentwürfe von Premierminister Boris Johnson für das kommende Jahr verlas. Während er den Platz einnahm, auf dem in den letzten Jahrzehnten sein Vater Prinz Philip, †99, gesessen hatte, blieb der Platz neben ihm, wo sonst der etwas größere Thron der Queen steht, frei. 

Dass der Prinz von Wales die Rede hielt, sei eine "sehr bewusste Entscheidung" der Monarchin gewesen, die "in den Köpfen der Menschen verankern möchte, dass er diese Rolle übernehmen wird", so der Insider weiter. 

Auch wenn dies die bisher wohl wichtigste Veranstaltung war, bei der der 73-Jährige seine Mutter vertrat, stellt sie die Weichen auf seine Thronfolge bereits seit mehreren Jahren. 2017 letzte er am Remembrance Sunday, dem Volkstrauertag, an ihrer Stelle einen Kranz am Kenotaphen nieder. Anfang dieses Jahres vertrat er sie beim Gottesdienst am Commonwealth Day in der Westminster Abbey und war vergangene Woche erstmals Gastgeber einer Gartenparty im Buckingham Palast. 

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