Prinz Harry: Darum sind seine Memoiren ein cleverer Schachzug

Prinz Harry, 38, packt in seinen Memoiren schockierende Details über König Charles, 74, Königin Camilla, 75, und insbesondere Prinz William, 40, aus. Auch an der britischen Presse lässt er kein gutes Haar, schon in seiner Kindheit sei er auf Schritt und Tritt von Paparazzi verfolgt worden – die Hetzjagd habe kein Ende genommen. Obwohl der Mann von Herzogin Meghan, 41, die Medien aufs Schärfste kritisiert, gehe er "sehr geschickt" mit ihnen um, findet ein Experte.

Prinz Harry hat mit seinen Memoiren Geschick bewiesen

Prinz Harry habe bewiesen, dass er ein Händchen dafür hat, die Medien zu nutzen, um seine Sicht des Lebens als Mitglied der Royal Family darzustellen, sagt Rutger Bruining, Experte für das Verfassen von Memoiren, gegenüber "Express". Der 38-Jährige nutze sein Buch "Spare" (dt.: "Reserve"), um seine Kritik an hochrangigen Mitgliedern der königlichen Familie zu vertiefen, indem er Details seiner persönlichen Erfahrungen als Teil der "Firma" darlegt.

"Im Gegensatz zu einem Blogbeitrag oder anderen Medien hat das Schreiben eines Buches eine gewisse Dauerhaftigkeit, eine Gravität, die dem Memoirenschreiber und seiner Geschichte mehr Gewicht verleihen", erklärt er und fügt hinzu: "Trotz seiner Kritik an den Medien ist Harry sehr geschickt darin, wie er die Medien selbst nutzt und wo, wie und wem er seine Geschichte erzählt."

„Schreiben ist für viele Menschen eine Form der leichten Therapie“

In diesem Genre könne Harry als Autor seine Emotionen und Ansichten in einem "ununterbrochenen Format" erzählen. Schlagzeilen oder Auszüge könnten Leser:innen neugierig machen, doch "die lange Form einer schriftlichen Erzählung" sei es, die Menschen wirklich fesselt.

In verschiedenen Interviews, die Harry im Zuge der Veröffentlichung seiner Autobiografie gegeben hat, betonte er, dass das Niederschreiben seiner Geschichte eine kathartische Erfahrung gewesen sei. Für Bruining ist das kaum überraschend: "Er hat offensichtlich das Gefühl, dass die Öffentlichkeit ein falsches Bild von ihm (und Meghan) hat. Er hat seine Memoiren und die begleitenden Medienauftritte genutzt, um die Dinge richtigzustellen oder zumindest seine Seite der Geschichte zu präsentieren. Schreiben ist für viele Menschen eine Form der leichten Therapie. Es ist nicht verwunderlich, dass es Harry genauso geht."

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