Peter Zwegat: "Ich habe gekämpft und auch oft verloren"

“Jetzt bin ich hier. Was kann ich für Sie tun?”, begrüßte Peter Zwegat acht Jahre lang bei RTL verschiedene Familien mit finanziellen Problemen. Nun hat der Schuldnerberater offenbart, dass er selbst jahrelang auf Hilfe angewiesen war, allerdings nicht finanziell.

“Die Krankheit manifestierte sich”

“Ich habe gekämpft und auch oft verloren”, sagt der TV-Star dem Magazin und spricht von einem “Teufelskreis”. Jahrelang litt Peter Zwegat unter Ängsten. Der Beginn: Mit Anfang 30 habe er Mobbing am Arbeitsplatz erleben müssen. Mit der Zeit habe sich dies in Form von Rückenschmerzen und Unruhezuständen auf seine Gesundheit ausgewirkt. Auf die Arbeitsunfähigkeit folgte die Kündigung. “Aber die Krankheit manifestierte sich”, erinnert sich der Schuldnerberater.

“Es kamen depressive Verstimmungen dazu, Kontaktstörungen mit Antriebsverlust, extreme Ischias-Anfälle, die Angst vor dem Alleinsein, aber auch eine Panik davor, aus dem Haus zu gehen”, so Zwegat. Private Schicksalsschläge hätten alles nur noch schlimmer gemacht. Sieben Jahre lang sei Zwegat ambulant und stationär behandelt worden. Die Diagnose: Konversionsneurose. “Traumatische Erlebnisse und Stress manifestieren sich bei mir körperlich in Form von Krankheiten und Ängsten”, erklärt der Schuldnerberater.

“Ich durfte noch einmal neu anfangen”

Der heute 71-Jährige habe gekämpft. Eine solche Krankheitsgeschichte sei “nicht von heute auf morgen” zu überwinden, sagt er und zeigt sich fast schon ein wenig dankbar. “Wenn man so etwas erlebt und übersteht, weiß man wieder, warum das Leben lebenswert ist. Ich durfte noch einmal neu anfangen.” Seine eigene Krise habe Peter Zwegat als Inspiration genutzt, um anderen Menschen zu helfen.

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Von 2007 bis 2015 war er das Gesicht der TV-Sendung “Raus aus den Schulden”. Die letzte Folge lief vor sechs Jahren. Aufgrund schlechter Quoten nahm RTL das Format aus dem Programm. Vier Jahre später strahlte der Sender dann ein Spezial mit Peter Zwegat aus. Der Schuldnerberater besuchte damals noch einmal seine schwierigsten Fälle. Die vergangenen Monate hat er damit verbracht, gemeinsam mit seiner Frau Liane Scholze seine Autobiografie mit dem Titel “Am Aschermittwoch fing alles an” zu schreiben.

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