Kasalla-Auftritt bei "Parookaville" abgebrochen: Veranstalter widerspricht Massenpanik-Befürchtungen

Festival: Rettungsdienst gab uns Vorwarnung – dann präventiver Abbruch des Konzerts

Kasalla-Auftritt bei "Parookaville" abgebrochen: Veranstalter widerspricht Massenpanik-Befürchtungen

Zu viele feierwütige Fans bei Auftritt von Kölner Party-Band? Auf dem Festival „Parookaville“ wurde das Konzert der Kölner Band Kasalla 15 Minuten vor dem eigentlichen Ende abgebrochen. Nach RTL-Informationen hatten die Johanniter den Veranstalter gewarnt, dass es sonst zu einer kritischen Situation kommen könnte. Beim nach eigenen Angaben größte Electronic Music Festival Deutschlands sind an diesem Wochenende zusammengerechneten 225.000 Gäste. Die Kölner Karnevalsband Kasalla, die am Samstag auf einer kleinen Nebenbühne auftrat, musste ihren Auftritt wegen riesigen Andrangs abbrechen: „Sicherheit geht vor“, schrieb die Band dazu selbst bei Instagram. Dort berichteten Influencer und andere Festivalgäste, sie seien einer Massenpanik nur knapp entkommen.

Horror-Berichte zu Kasalla beim "Parookaville": "Viele Mädels haben geweint und sind umgekippt"

Influencerin Kira Bejauoi schrieb auf Instagram zum Kasalla-Auftritt, es sei eine Katastrophe gewesen: „Es ist dann irgendwann auch in der Masse echt Panik ausgebrochen und wir haben alle geschrien, damit die abbrechen. Viele Mädels haben geweint und sind umgekippt.“ Andere User berichteten auf Instagram Ähnliches, Bejaoui meldete sich kurze Zeit später entwarnend bei ihren Followern: „Uns geht es gut“, sie habe allerdings nun Respekt vor den Menschenmassen beim „Parookaville“.

Der Pressesprecher des Festivals, Philip Christmann, erklärte dazu auf RTL-Anfrage: „Zuschauer und Passanten haben sich so vermischt, sodass es in dem Bereich zu einer Knubbelung kam.“ Nach einer Vorwarnung durch den Rettungsdienst Johanniter habe man daher entschieden: „Wir haben daher als Veranstalter prophylaktisch maximal entschärft, in dem wir das Konzert 15 Minuten früher beendet haben.“

Wie Christmann im RTL-Interview erklärte, hätten die Johanniter einzelne Menschen kurzzeitig behandelt und mit Wasser versorgt, sie hätten allerdings niemanden abtransportieren müssen. „Für einzelne Personen war die Situation kurzzeitig überfordernd – in keiner Weise ein Gruppenphänomen“, so der „Parookaville“-Pressesprecher weiter.

Die Kölner Band Kasalla schrieb zu einem Video ihres Auftritts, mit einem ersten „Sorry“ für den Abbruch des Auftritts: „Ihr ward einfach zu viele.“ Die Band hoffe auf einen nächsten Auftritt, womöglich dann ja auf einer größeren Bühne – mit mehr Platz für Fans.

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Was ist das "Parookaville"?

Auf mehr als zehn Bühnen sollen über das gesamte Wochenende rund 300 Künstlerinnen und Künstler auftreten, darunter auch für Elektro-Festivals ungewöhnliche Namen wie Sängerin Blümchen oder Rapper Eko Fresh. Als Headliner werden unter anderem die DJs Armin van Buuren, Felix Jaehn und Steve Aoki den Electronic-Music-Fans einheizen.

Das Festival ist nach dem fiktiven Gründervater Bill Parooka benannt und wie ein Dorf ausgestaltet, das einmal im Jahr zum Leben erweckt wird. Es gibt eine Kirche, ein Freibad, ein Gefängnis und auch einen künstlerisch geschmückten Stadtwald. Statt Tickets erhalten die Gäste Visa. (swi, mit dpa)

Anmerkung der Redaktion: Vor den Informationen durch den Veranstalter zum Geschehen am Samstag lautete die Überschrift dieses Artikels: „Massenpanik bei „Parookaville“ befürchtet: Party-Band Kasalla muss Auftritt abbrechen“. Auf Grundlage der Aussagen des „Parookaville“-Pressepsrechers haben wir den Artikel überarbeitet.

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