Kanso: Das steckt hinter der Einrichtungsmethode aus Japan

Kanso: Das steckt hinter der Einrichtungsmethode aus Japan

Zen-Philosophie

Weg mit allem Überflüssigen! Das ist das Motto des neuen Interior-Trends Kanso, der sich eher als Philosophie statt als Einrichtungsstil versteht. Es geht darum, die Einrichtung auf das Nötigste zu reduzieren. Stichwort: Minimalismus und Wertschätzung. Möbel und Textilien sollen wertgeschätzt werden, statt sie regelmäßig gegen vermeintliche Trends auszutauschen. Als eines der sieben Elemente der Zen-Philosophie soll Kanso, wörtlich übersetzt “Schlichtheit”, zum Nachdenken anregen, welche Dinge man zum Wohnen wirklich benötigt und welche eher überflüssig sind.

Beim Einrichten nach Kanso sollte man nicht an Dekoration, sondern an Klarheit denken. Durch die simple Einrichtung kommt es zu einer stärkeren Wertschätzung der Gegenstände. Leere Räume stehen im Kanso für Ästhetik. Auch, weil Räume in Japan oft klein sind und von vielen Familienmitgliedern geteilt werden, schätzen die Japaner leere Räume ohne viel Schnick-Schnack. Wie wendet man Kanso also in den eigenen vier Wänden an?

Dazu analysiert man am besten vorhandene Gegenstände: Sind fünf dekorative Kissen auf dem Sofa wirklich notwendig oder reichen möglicherweise zwei? Wann wurde zuletzt aus der Tasse, die ganz hinten im Schrank steht, getrunken? Meist fallen einem auf den ersten Blick bereits mehrere Gegenstände ein, die man eigentlich nur ansieht, aber nie benutzt. Laut Kanso reicht im Wohnzimmer bereits ein bequemes Sofa und vielleicht ein Tisch. Im Schlafzimmer braucht es nicht mehr als ein Bett, einen Nachttisch, eine Lampe und einen Kleiderschrank. Gerade im Schlaf- und Wohnraum sorgt Simplizität für klare Gedanken, positiven Energiefluss und effektiven Schlaf.

Wie oft braucht man wirklich acht unterschiedliche Töpfe gleichzeitig beim Kochen? Eigentlich nie. Ähnlich verhält es sich mit Geschirr und Besteck: Wann waren zuletzt 16 Leute zum Abendessen zu Gast? In den meisten Haushalten kann man bei diesen Dingen deutlich reduzieren. Ebenso bei Küchengeräten: Braucht es wirklich eine Eismaschine, den Spargeltopf, das Waffeleisen und den Sandwichmaker? Viele dieser Geräte werden nur wenige Male benutzt und landen dann im Schrank.

Auch in den meisten Bädern kann man deutlich “de-cluttern”: Als Einrichtungsgegenstände reichen neben Toilette, Bad oder Dusche und Waschbecken schon ein Spiegel und ein Handtuchhalter. Durch das Reduzieren von Gegenständen wie zu vielen Handtüchern oder Kosmetikartikeln lässt sich das Badezimmer ganz einfach in einen wahren Wellnesstempel verwandeln.

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