Irre Wendler-Behauptung: Krankenschwester soll nach Corona-Impfung gestorben sein

Irre Wendler-Behauptung: Krankenschwester soll nach Corona-Impfung gestorben sein

Michael Wendler erklärt Krankenschwester für tot

Wenn man glaubt, es geht nicht noch schlimmer…! Michael Wendler hat eine Krankenschwester für tot erklärt. Er behauptet in seinem Telegram-Kanal, dass Tiffany Dover nach einer Corona-Impfung gestorben sei! Fakt ist: Die junge Frau ist nach der Impfung tatsächlich ohnmächtig geworden, wie wir im Video zeigen. Doch was ist an der Wendler-Behauptung, Tiffany Dover sei gestorben, dran?

Video: Hier wird Tiffany Dover ohnmächtig

Ohnmacht nach Corona-Impfung

Krankenhaus: Tiffany Dover geht es gut!

Das Video von Tiffany Dover ging im Dezember um die Welt. Nach ihrem Ohnmachtsanfall gab die Krankenschwester jedoch ein Interview und erklärte quicklebendig: Sie leide an einer überaktiven Vagusreaktion – nach Injektionen kann es sein, dass sie das Bewusstsein verliere.

Tiffany Dover arbeitet im CHI Memorial Hospital in Chattanooga. Das Krankenhaus teilt auf Anfrage des Lokalsenders „WRBCtv Channel 3“ klipp und klar mit: Sie lebt und es geht ihr gut! Die Klinik hat sogar vor einigen Tagen noch ein neues Video veröffentlicht. Und in dem sieht man, wie Krankenschwester Tiffany zwischen all ihren Kollegen steht. Ein aktuelles Interview wolle sie allerdings nicht geben – der Rummel sei ihr einfach zu groß geworden.

Trotz dieser Fakten verbreiten Verschwörungsideologen wie Michael Wendler weiter ihre Lügen.

Aktuelles Video von Tiffany mit ihren Kollegen

Sieht so eine Tote aus?

Das ist der irre Wendler-Post

"Tote" Krankenschwester – RTL bittet Michael Wendler um Stellungnahme

RTL hat Michael Wendler am Mittwoch per Mail kontaktiert. Wir wollten von ihm wissen, woher er seine Infos nimmt, dass Krankenschwester Tiffany Dover tot sei. Eine Antwort haben wir von dem Sänger bisher nicht erhalten.

Michael Wendler verbreitet immer wieder Fakes

Michael Wendler selbst hatte im Sommer die „Systemmedien“ kritisiert. Er behauptete, sie würden Unwahrheiten verbreiten, ohne dafür nähere Erklärungen zu liefern. Er selbst gehört inzwischen der verschwörungsideologischen Szene an und verbreitet auch deren Fakes weiter. Mit der Wahrheit nimmt er es selbst nicht genau, wenn die „Nachricht“ in sein Weltbild passt.

Nicht zum ersten Mal nutzt die Bewegung erfundene Todesfälle, um Werbung zu machen: Der Sinsheimer Arzt Bodo Schiffmann und führender Kopf der Initiative „Querdenken“ – Chef einer Schwindelpraxis – erklärte damals, in Schweinfurt sei ein Kind wegen Sauerstoffmangels unter dem Mund-Nase-Schutz ums Leben gekommen. Auch das entpuppte sich wenig später als Lüge, wie RTL im Faktencheck entlarvt hat.

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