Helene Fischer: Warum die Sängerin stärker denn je ist

Für wenige Minuten verlässt sie das riesige weiße Sofa und verschwindet in den Kulissen. Die rund 14 Millionen Zuschauer zu Hause vor den Fernsehern kriegen das gar nicht mit, wohl aber die 2500 in der Messehalle Nürnberg. Einmal tief durchatmen. Vielleicht holt Helene Fischer, 37, sich auch schnell noch einen Kuss bei Lebensgefährte Thomas Seitel, 36, der backstage wartet. "Ein ganz cooler, sympathischer Geselle", wie Moderator Thomas Gottschalk, 71, an diesem Abend erklärt. "Einer, der Helene guttut."

Auf jeden Fall braucht sie jetzt, während das Ensemble des Hamburger Musicals "Die Eiskönigin" acht Minuten lang singt und tanzt, Zeit für sich. Ihr Auftritt bei "Wetten, dass..?" ist anstrengend. Und emotional.

Helene Fischer: Bei „Wetten, dass?“ hat sie „diesen Glanz in den Augen“

Die ersten Tränen kullern schon, als Gottschalk sie, begleitet von stehenden Ovationen, nach ihrer Performance ihres neuen Songs "Null auf 100" begrüßt. Die Unterstützung ihrer Fans sei ein Geschenk, sagt Helene und wischt sich die Tränen von der Wange. Verdächtig schimmern werden ihre Augen auch danach immer wieder; sobald die Kameras wegschwenken, eilt die Maskenbildnerin zu Helene, erneuert das Make-up.

Dass es ganz schön schwierig ist, so nah und offen zu sein, spürt die Sängerin an diesem Abend deutlich. Erst versucht Gottschalk etwas ungelenk, ihr ein paar Worte über ihre Schwangerschaft zu entlocken, dann übernimmt dessen Co-Moderatorin Michelle Hunziker, 44, das Thema ungleich charmanter: "Helene, als dreifache Mama sage ich dir, du hast so einen Glanz in den Augen. Das sagt alles." Helene nickt lächelnd. Und das reicht.

Sie ist bereit, ihr Leben mit ihren Fans zu teilen

Gesehen haben ihren Bauch auf der Bühne ohnehin alle, auch wenn ihr schwarzes Outfit, kombiniert mit einem weiten, auf dem Rücken extrem tief ausgeschnittenen weißen Blazer die Sache etwas kaschiert. 

Dass sie nach derlei Auftritten als Künstlerin am liebsten die Tür schließen und wieder Privatperson sein würde, hat sie gerade in einem Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" gestanden. Aber auch eingesehen: "Dass das nicht geht, weiß ich." Aber inzwischen ist die erfolgreichste deutsche Künstlerin bereit, ihr Leben mit den Fans zu teilen. Während sie sich früher, als sie noch mit Schlagerkollege Florian Silbereisen, 40, liiert war, meist komplett zurückgezogen hat, öffnet sie heute ihr Herz.

Im neuen Album „Rausch“ zeigt sie sich so privat wie nie

Zwei Jahre Auszeit, eine neue Liebe und die Schwangerschaft haben sie verändert. Im Zuge ihres neuen Albums "Rausch" präsentiert sie sich so privat wie nie zuvor, zeigt sich gleich in mehreren Shows im TV und auf Internet-Plattformen.

All das sind gute Gelegenheiten, die neue Helene zu erleben. "So persönlich habe ich mich noch nie gezeigt, war nie bereit, so in mein Innerstes blicken zu lassen", sagt Helene in der ZDF-Doku. Und auch, dass sie sehr bei sich sei, reflektiert und stark.




Helene Fischer Gleich zweimal gewährt sie einen Blick auf ihren Babybauch

„Ich habe sehr lange gebraucht, meine Mitte zu finden“

Dass sie hin und wieder noch mit der Öffentlichkeit hadert, offenbart sich im "Zeit"-Interview genauso wie anfangs bei "Wetten, dass..?". Doch als der kleine Emil, für den sie die Wettpatenschaft übernommen hat, die Zuschauer mit seinem Charme und Selbstbewusstsein verzaubert, fühlt sie sich zusehends wohler, lacht und plaudert mit den anderen Gästen und singt dann mit Björn und Benny von ABBA spontan deren Hit "SOS". Nicht ganz perfekt, und auch das ist ein Novum für Helene, die eigentlich kein Detail dem Zufall überlässt.

Was aber steckt hinter dieser Veränderung? "Ich habe sehr lange gebraucht, meine Mitte zu finden, nicht nur als Privatperson, sondern auch als Künstlerin, wie ich nach außen treten möchte", erklärt sie ihre Veränderung. Und dass sie früher manchmal gar nicht verstanden habe, was sie da singe.

Ihre Offenheit macht sie verletzlicher

Heute aber schreibt sie an nahezu jedem Song selbst mit – und gibt so viel von sich preis. Über das Stück "Hand in Hand" etwa, in dem es heißt "tief verbunden, ein ganzes Leben lang" sagt die Sängerin: "Es zeigt, wie meine Liebe entstanden ist." Andere Lieder sind eine Hommage an ihre besten Freundinnen und alle starken Frauen oder ein Dankeschön an ihre Familie. 

So viel Offenheit macht Helene Fischer verletzlich, vielleicht merkt sie das an diesem Abend bei Thomas Gottschalk. Aber sie ist heute stark genug, damit umzugehen. 

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