GNTM-Nackt-Walk: Familienministerium spricht von Sexismus

Nicht nur unter den Kandidatinnen sorgte dieser Walk für Aufregung. Erstmals in der Geschichte von Germany’s next Topmodel mussten sich Heidis (47) Teilnehmerinnen nicht für ein Shooting, sondern für den Laufsteg fast vollständig entblößen. Mit knappem Slip, Brustwarzen-Aufklebern und ein wenig Schaum “bekleidet” stöckelten die jungen Frauen in der jüngsten Episode der Show über den Catwalk. Das Nötigste wurde für die TV-Ausstrahlung außerdem mit einem Filter kaschiert. Aber muss so ein Nackt-Walk wirklich sein? Nein, findet das Bundesfamilienministerium – und übt scharfe Kritik an der Sendung.

“Sexismus ist nichts, das wir einfach tolerieren oder ignorieren können. Gemeinsam müssen wir Sexismus ganz klar als das bezeichnen, was er ist: nämlich eine Form von Gewalt”, erklärte eine Sprecherin gegenüber Bild. Nicht nur für das Ministerium ist eine solche Aufgabe ein Unding. Auch GNTM-Siegerin Vanessa Fuchs (24) sagte der Zeitung: “Ich hätte das nicht gemacht. Meine Modeschauen waren keine Nacktshows.” Walks wie dieser seien “sehr weit von der aktuellen Modewelt entfernt”. “Das ist ein No-Go! Speziell nach der intensiven, aber wichtigen #metoo-Zeit für unsere Modebranche”, fuhr sie fort.

Unverständnis kam auch bei Model-Agent Ted Linow auf, bei dem unter anderem Toni Garrn (28) unter Vertrag stand. “In der normalen Modewelt braucht kein Model nackt laufen, das nicht nackt laufen will. Heidis Nackt-Walk sollte eine Mutprobe sein. Das ist reine Unterhaltung”, gibt er zu bedenken.


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