Filmproduzent bangt in der Flutkatastrophe um seine Familie

Deutschland befindet sich in einer Ausnahmesituation: Seit Tagen richtet die Flut, die durch extremen Starkregen ausgelöst wurde, vor allem in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen massive Schäden an, vernichtet Häuser, Straßen, ganze Orte und fordert auch viele Menschenleben ein. Über 100 Todesopfer hat die Katastrophe bisher zu verzeichnen, und die Zahl steigt täglich. Zahlreiche Menschen werden in den Trümmern, die das Wasser hinterlassen hat, immer noch vermisst.

Auch Filmproduzent und Regisseur Michael Simon de Normier, 47, – der am Erfolgsfilm "Der Vorleser" von 2008 beteiligt war – bangt in diesen Stunden um seine Familie. Er hatte den Kontakt zu seinem Vater, seiner Mutter und seinem Bruder verloren.

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Michael Simon de Normier kann kurz aufatmen   

Kurze Zeit musste Michael Simon de Normier fürchten, sein Vater, der im nordrhein-westfälischen Swisttal lebt, sei unter dem selbst gegrabenen Keller verschüttet. "Ich habe gebetet, dass er nicht darunter liegt. […] Mein Vater hat ein Grundstück, das an einen Bachlauf grenzt. Dieser Bach hat vor ein paar Tagen ein paar Kilometer weiter die Autobahn gesprengt. Da klafft jetzt eine Lücke, als ob die Kontinentalplatten sich verschoben hätten", erzählt der Produzent bei "Bild". Inzwischen gibt es Entwarnung von Michael Simon de Normiers Vater: Er wurde evakuiert und befand sich in einer Turnhalle.

Nach Flutkatastrophe immer noch Ungewissheit über Mutter und Bruder

Über seine Mutter, die in einer Seniorenresidenz im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr-Ahrweiler lebt und den Bruder aus Sinzig hat er noch keine Informationen. Natürlich hofft Michael Simon de Normier, dass beide ebenfalls evakuiert wurden. "Ich hatte dieses Gefühl: Es könnte sein, dass ich alle auf einmal verloren habe. Das Bedrückendste daran ist die Ungewissheit", sagt er und durchforstet sämtliche Medien nach Anhaltspunkten über die beiden.

Verwendete Quellen: bild.de, tagesschau.de

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