"Das Thema Therapie muss enttabuisiert werden"

Seit rund elf Jahren steht Lena Meyer-Landrut, 30, im Rampenlicht, hat Fans in der ganzen Welt, auf Instagram folgen ihr fast vier Millionen Menschen. Die mussten Mitte Mai einen ganz schönen Schrecken verkraften, als die Wahl-Berlinerin kurzerhand all ihre Fotos löschte. Jetzt ist Lena wieder da, mit neuer Musik im Gepäck. Die Single "Strip" zeigt eine sehr persönliche Seite der Sängerin, sie spricht ein Thema an, das noch immer tabuisiert wird: Therapie. Genau gegen dieses Stigma macht sich Lena Meyer-Landrut jetzt stark.

Lena Meyer-Landrut: “Therapie bedeutet nicht, dass man crazy ist”

Im Interview mit Radio ENERGY spricht Lena jetzt offen über das Thema, das ihr offenbar eine Herzensangelegenheit ist. "Ich finde, jeder sollte zur Therapie gehen. Das muss man total enttabuisieren. Weil Therapie nicht bedeutet, dass man crazy ist, sondern es bedeutet, sich mit sich selber zu beschäftigen", erklärt die 30-Jährige. Sich mit sich selbst zu beschäftigen, sei "mega hart", aber wahnsinnig wichtig, betont Lena. Es bedeute Schmerz, immerhin bewege man sich aus seiner Komfort-Zone heraus. Aber genau das sei es, was einen letztlich weiterbringt. Lena spricht dabei aus eigener Erfahrung: "Das Gelernte ist immer das Leichteste und ich erwische mich ganz oft dabei, dass ich mich selber nicht so richtig challenge und das ist auch ok. Aber ab und zu mal Dinge oder sich selber zu hinterfragen, ist glaube ich schon ganz schlau und irgendwie auch ganz schön da so ein bisschen was von seiner Zeit und Energie reinzuinvestieren." 

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Seelen-“Strip”tease im neuen Song

In "Strip" zeigt sich Lena von ihrer verletzlichen Seite. Sie singt darüber, gelassener sein zu wollen und wertvolle Zeit nicht mit etwas zu verschwenden, das ihr nicht gut tut. Sie wolle sich nicht mehr mit anderen vergleichen, sondern vielmehr einfach das zu tun, wonach ihr der Sinn steht. "Oh, es tut mir leid, dass es mir nicht leid tut. Ich bin einfach so, wie ich bin", lautet eine sehr bezeichnende Zeile ihres Songs. Ob Lena diese Einstellung in Therapien gelernt hat? Dazu sagt sie nichts, aber eine solche Einstellung würde vermutlich jedem gut tun.

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