"Coronahilfen annehmen, Spritze verweigern? Unverständlich!"

Sie zählt zu den erfolgreichsten Entertainerinnen Deutschlands, konnte jüngst sogar wieder live auftreten. Doch das war ein Wirrwarr an Regeln. Nicht schlimm, wie Barbara Schöneberger findet. Auch 2G befürwortet sie, wie sie t-online erklärt.

Anders als Fußballstadien blieben die Konzerthäuser und Eventlocations des Landes in den letzten anderthalb Jahren meist leer. Im Herbst konnte Barbara Schöneberger dennoch vor vielen Menschen auftreten. Denn für eine kurze Zeit sahen die Corona-Infektionszahlen besser aus als aktuell. 

t-online traf die 47-Jährige zum Interview in Düsseldorf und sprach mit dem in Berlin wohnenden TV-Star über die 2G-Regeln, die Corona-Impfung und darüber, ob sie Ungeimpfte bei sich zu Hause reinlassen würde.

Barbara Schöneberger: Es war super, aber die Regeln glichen einem Flickenteppich. Auf der Bühne konnte ich machen, was ich wollte. Vor der Bühne war es aber jedes Mal ein anderes Bild. Mal saßen die Leute wie auf einem Schachbrett versetzt, mal mit Maske, mal ohne, dann gab es Maske nur bei Bewegung, mal konnte ich ins Publikum, wann anders nicht. Jedes Bundesland war anders.

In Ihrer Heimat Berlin gilt jetzt flächendeckend die 2G-Regel. Wie stehen Sie dazu?

Ich bin zu einem leidenschaftlichen Impfbefürworter geworden. Am Anfang, als es noch keine Impfung gab, war ich tatsächlich skeptisch. Als dann der Impfstoff da war, habe ich mich sofort impfen lassen wollen. 

Sie sind also für Ärmel hoch, wie es in der Posterkampange mit Ihrem Kollegen Günther Jauch hieß?

Absolut. Ich finde es unverständlich, wie manche Leute die Vorzüge unserer Gesellschaft, wie Corona-Hilfen oder Kurzarbeit, annehmen, aber dann diese Spritze verweigern, weil sie gehört haben, dass der Schwester eines Freundes sechs Wochen der Arm wehtat.

Ist es okay, dass unsere Gesellschaft durch 2G auch Ungeimpfte ein Stück weit ausschließt? Die Möglichkeit zur Impfung hat ja jeder.

Ich würde niemandem den Zutritt zu meinem Haus verweigern, nur weil er nicht geimpft ist. Im privaten Rahmen würde ich das Thema dann einfach vermeiden. Aber ich finde es mehr als okay, dass wir im öffentlichen Leben 2G einführen, um die Letzten einzusammeln, die sich noch impfen lassen wollen.

Was ist mit dem Rest?

Es wird wohl immer 15, 20 Prozent geben, die sich dagegen sträuben. Damit müssen wir als Gesellschaft leben. Wir müssen darauf achten, dass sich neue Virusmutanten nicht schneller weiterverbreiten und die Krankenhäuser nicht überfüllt sind. Die Welt steckt in einer Megakrise und jeder kann etwas zur Verbesserung leisten. Wir in Deutschland sind Sesselpupser. Woanders gibt es Länder, die diesen Impfstoff wollen, ihn aber nicht in ausreichenden Mengen bekommen. Und hier verweigern ihn einige …

Natalia Wörner hat erklärt, dass Sie mit Ungeimpften nicht zusammenarbeiten wolle. Wie stehen Sie dazu?

Ich arbeite mit so vielen Leuten, wenn ich mir von jedem den Impfnachweis zeigen lassen würde, wäre ich damit ja ewig beschäftigt. Ich bin ehrlich: Ich will das gar nicht von jedem wissen. Ich merke in Gesprächen oft, dass nicht jeder der gleichen Meinung ist, was diese Spritze angeht.

Wird zu viel diskutiert?

Das muss man aushalten können. Man darf aber nicht über den Sinn des Impfstoffes diskutieren. Und wenn man am gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchte, dann braucht man diese Impfung. Es ist nachweislich bewiesen, dass sie einen selbst und andere schützt.

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