Bushido: Vater, Versicherungsbetrüger – und Brandstifter? Anklage gegen Rapper erhoben

Mitten im Drillings-Glück

Bushido: Vater, Versicherungsbetrüger – und Brandstifter? Anklage gegen Rapper erhoben

Ließ er sein Haus anzünden?

Aktuell schwebt Rapper Bushido mit seiner Anna-Maria Ferchichi im Baby-Glück – die frisch gebackenen Drillings-Eltern haben mittlerweile ihre Mädels bei sich Zuhause und genießen die gemeinsame Zeit. Doch mitten in die Familien-Idylle platzt diese Nachricht: Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat Anklage gegen den 43-Jährigen erhoben. Dabei geht es um den Vorwurf der Brandstiftung. Bushido soll zwei Komplizen beauftragt haben, das Feuer an seinem Haus in Kleinmachnow im Dezember 2013 zu legen. Zu seinem eigenen Vorteil.

Bushido: Staatsanwaltschaft bestätigte Anklage

Gegenüber dem „Stern“ bestätigte die Staatsanwaltschaft die Anklage. Sie wirft Anis Mohammed Youssef Ferchichi, wie Bushido bürgerlich heißt, „gemeinschaftliche Brandstiftung“ gemäß § 306 Strafgesetzbuch vor. Auch die beiden Komplizen wurden angeklagt.

Die Recherchen des Blatts ergaben offenbar, dass einer der Beschuldigten die Tat gegenüber einem Dritten geschildert haben soll. Bushidos Wunsch sei es gewesen, den Dachstuhl des Hauses sowie eines der oberen Zimmer „abzufackeln“. Den beiden mutmaßlichen Brandstiftern soll eine Belohnung in Aussicht gestellt worden sein: je 5.000 Euro.

VIDEO: So lief die Geburt der Ferchichi-Drillinge

So war die Geburt ihrer Drillinge

Bushido: So umging er den Denkmalschutz

Die Villa der Ferchichis stand unter Denkmalschutz. Nachdem der Dachstuhl aber abgebrannt war und die Löscharbeiten die alte Bausubstanz komplett beschädigt hatten, musste die Familie beim offenbar geplanten Umbau keine Rücksicht auf die Vorgaben des Denkmalschutzes nehmen. Und: Den entstandenen Schaden zahlte die Versicherung, wie der „Stern“ berichtet.

Bushido: Er wurde bereits wegen Versicherungsbetrugs verurteilt

Hat Bushido also erneut auch Versicherungsbetrug begangen? Schon 2014 wurde er deshalb zu einer elfmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, weil er einen Einbruch in sein Geschäft für Zierfische vorgetäuscht hatte. Doch auch danach nahmen die Meldungen bei seiner Versicherung kein Ende.

Bis 2015 soll er auch ein eigens für ihn angefertigtes Diamantenarmband bei einer Bootstour verloren haben, es fiel ihm angeblich ins Wasser, heißt es laut dem Bericht. Kostenpunkt: 230.000 Euro. Dem Blatt soll aber ein Foto von 2017 vorliegen, das ein nahezu identisches Armband zeigt.

Auch einen Überfall auf die Edelboutique „Baby&Luxury“, die er gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna-Maria besaß, meldete Bushido in dem Zeitraum – und ließ sich wohl entschädigen. Der Polizei sei damals die Häufung der Fälle aufgefallen, die Ermittlungen wegen Versicherungsbetrugs wurden aber eingestellt. Nun könnten sie wieder aufgenommen werden. Auf „Stern“-Anfrage wollte sich Ferchichi dazu selbst aber nicht äußern. (ana)

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel