Die Wahrheit hinter seiner Fehleinschätzung

Wie jetzt? Tony Marshall hat Helene Fischer empfohlen, die Finger vom Schlagergeschäft zu lassen? Heute ist sie die erfolgreichste Sängerin des Landes. Jetzt erklärt der 83-Jährige t-online, wie sein Rat gemeint war.

Sie hat mehr als 16 Millionen Tonträger verkauft, zählt laut „Forbes“ auch international zu den bestverdienenden Musikerinnen und löst mit jedem ihrer neuen Songs und Alben einen Sturm der Begeisterung aus. Helene Fischer ist derzeit ohne Zweifel der größte Musikstar des Landes.

Umso mehr überrascht es, was in der neuen Sat.1-Doku „Helene Fischer – Ein Abend im Rausch“, die heute um 20.15 Uhr Premiere feiert, zu hören ist. Dort berichtet die Schlagerkönigin, dass ihr einst der Rat erteilt wurde, nicht ins Schlagergeschäft einzusteigen. Wie Helene Fischer in der Sendung sogar erklärt, hätte sie auf diesen Ratschlag verzichten können. Auf die Nachfrage von Interviewer Steven Gätjen, wer das gewesen sei, antwortete sie: „Tony Marshall. An dieser Stelle einen lieben Gruß.“ Vielleicht habe er sie warnen wollen, aber vielleicht auch nicht ganz an sie geglaubt, so die 37-Jährige in dem Film.

Tony Marshall? Stimmt das? In der Tat hat es dieses Gespräch gegeben, wie t-online erfuhr. Das sei noch während der Ausbildung von Helene Fischer gewesen. „Im Musical ‚Anatevka‘ habe ich den Milchmann Tevje gespielt und die junge Helene Fischer war Teil des Ensembles, spielte eine meiner Töchter“, berichtet Marshall t-online und erklärt: „Sie stand damals noch ganz am Anfang ihrer Karriere.“ Genau genommen war es das Jahr 2005. Ein Jahr nach ihrer Rolle in „Anatevka“ erschien Fischers Debütalbum „Von Hier Bis Unendlich“.

Helene Fischer 2005 im Musical „Anatevka“ (Quelle: dpa/imago/Christian Schroedter )

Marshall sei von ihrem Auftreten „begeistert“ gewesen, „weil sie sich von der ersten Probe an auffallend souverän auf der Bühne präsentierte“, so der 83-Jährige weiter. „Wir waren alle einer Meinung: Das Mädel wird Karriere machen, Helene könnte international mithalten!“

Marshall sah in Fischer ein „Musicaltalent“

Doch wie kam es dann zu diesem Ratschlag, sie dürfe nicht ins Schlagergeschäft einsteigen? „Ich habe sie nicht als Schlagersängerin gesehen, sondern aufgrund ihrer Vielseitigkeit als vielversprechendes Musicaltalent“, rechtfertigt Marshall seine damalige Aussage. Der „Schöne Maid“-Sänger, der 1971 seinen Durchbruch schaffte, bewertet die Situation heute realistisch: „Wir wissen alle, was aus ihr geworden ist. Sie hat bewiesen, was alles in ihr steckt!“

Die zwei deutschen Schlagerstars haben laut Marshall noch immer ein gutes Verhältnis. Wie zum Beweis zitiert er aus Begegnungen in den vergangenen Jahren. 2014 traten sie zum Beispiel beide in der ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ auf: „Wenn ich sie mal getroffen habe, hat sie immer wie im Musical gesagt: Nu Babbele, wie geht’s? Dann ich: Sehr gut, mein Täubchen.“

Helene Fischer und Tony Marshall: Während der ZDF-Show „Willkommen bei Carmen Nebel“ im Jahr 2014 traten sie zusammen auf. (Quelle: IMAGO / STAR-MEDIA)

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Heute findet Tony Marshall für die Sängerin nur lobende Worte. „Sie wird ‚meine Tochter Sprintze‘ bleiben, solange ich lebe“, meint er und ergänzt: „Ihre Entwicklung und Karriere beobachte ich mit großer Freude. Was das Showbusiness angeht, hat sie internationale Größe erreicht und die Karten neu gemischt. Ich wünsche ihr und der jungen Familie, dass sich alle Träume erfüllen!“

Damit erklärt der Sänger nicht nur seine Anerkennung für Helene Fischer. Er nimmt auch Bezug auf die privaten Nachrichten rund um den „Atemlos“-Star. Vor Kurzem machte Fischer bekannt, dass sie ihr erstes Kind erwarte. Die Geburt steht im kommenden Jahr an. 2023 will sie dann auf große Tour gehen – und unter Beweis stellen, dass sie das Schlagergeschäft sehr gut beherrscht.

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