Wasserkraft: Das Rückgrat unserer Stromversorgung

Die Zukunft derStromversorgung muss auf erneuerbaren Energieträgern aufgebaut sein, darübersind sich alle einig. Die Erneuerbaren stehen jedoch nicht immer zur Verfügung,wenn Strom benötigt wird.

So wie alle erneuerbarenEnergieträger ist auch die Wasserkraft natürlichen Schwankungen ausgesetzt.Vorarlberg hat hier aber mit seiner Hochgebirgslandschaft einen besonderenVorteil. In den Speicherseen kann Wasser gespeichert und zur Stromerzeugungherangezogen werden, wenn der Bedarf da ist. Pumpspeicherkraftwerke könnendarüber hinaus die stark schwankenden Einspeisungen aus Photovoltaik und Windausgleichen. Somit bildet die ­Wasserkraft zweifelsfrei das Rückgrat einererneuerbaren Stromversorgung der Zukunft.

Nutzung seit1906

In Feldkirch nutzt manbereits seit 1906 das Wasser der Ill zur Stromproduktion. Derzeit wird dashistorische Kraftwerk am Mühletorplatz fit für die Zukunft gemacht. Zwei vonvier Turbinen sind bereits generalüberholt, die dritte Turbine befindet sichgerade in der Revision und die vierte Turbine bekommt in einigen Monaten einneues, strömungsoptimiertes Turbinen-laufrad. Wasserkraftwerke werdengrundsätzlich langlebig ausgelegt, denn der Aufwand für Revisionen ist zumeisterheblich. Insbesondere Flusskraftwerke, wie sie in Feldkirch im Einsatzstehen, sind zunehmend den Naturgewalten ausgesetzt.

Das 2003 errichteteKraftwerk Hochwuhr musste bereits nach zwei Betriebsjahren ein massivesHochwasserereignis überstehen, wie es normalerweise nur alle 40 Jahre einmalvorkommt. Nachdem auch der härteste Beton dem Angriff von solchenHochwasserereignissen auf Dauer nicht standhält, wird ein Teil der Wehranlagebei diesem Kraftwerk gerade mit einer Stahlpanzerung verkleidet.

Adaptierungenam Illspitz

Das jüngste Kraftwerkder Stadtwerke Feldkirch befindet sich am Illspitz. In den erstenBetriebsjahren hat man das durch Kraftwerksbetrieb und Renaturierungsmaßnahmengeänderte Fließverhalten der Ill kennengelernt, jetzt werdenAdaptierungsarbeiten zur Optimierung des Betriebes durchgeführt.

Energiespar-Engagement

Auch bei der Einsparungelektrischer Energie engagieren sich die Stadtwerke Feldkirch seit Jahrenerfolgreich. So wurde in Feldkirch durch die Einführung von LED derStromverbrauch der öffentlichen Beleuchtung bereits halbiert. Nun folgt dienächste Innovation. Der richtige Zeitpunkt zum Einschalten der Beleuchtung istwesentlich für den Energieverbrauch und die Sicherheit. Hier haben dieStadtwerke Feldkirch gemeinsam mit dem Mobilfunkanbieter Magenta Telekom eineinnovative Smart Lightning Lösung entwickelt, die nun bei einigen Gemeinden imRheintal zur Anwendung kommen wird.

Durch exakte Messung dernatürlichen Lichtverhältnisse vor Ort und durch ferngesteuerte Schaltbefehlewird die öffentliche Beleuchtung bedarfsgerecht ein- und ausgeschaltet. ViaInternet oder über alternative Funktechnologien werden Messwerte und Signaleüberwacht und auf eine webbasierte Plattform übertragen, wo sie verwaltet,dargestellt und weiterverarbeitet werden können. Auf einfache Weise könnenMesswerte erfasst und Alarme bei Fehlfunktionen versendet und technische Anlageferngesteuert werden. Die Fernüberwachung technischer Prozesse ist eineKernkompetenz der Stadtwerke Feldkirch, die in den Wasserkraftanlagen ihreWurzeln hat, die aber mehr und mehr für den gesamten kommunalen Bereich ihreAnwendung findet.

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