Spielsüchtige Nonne wegen Geldwäsche und Betrugs angeklagt

Sie wollte Casino-Besuche vertuschen

Ein spielsüchtige Nonne in Kalifornien soll über Jahre hinweg hunderttausende Dollar veruntreut haben, um damit Kasino-Besuche und andere Privatausgaben zu bestreiten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Los Angeles wurde die 79-Jährige wegen Geldwäsche und Betrugs angeklagt. Demnach habe sie gestanden, mehr als 835.000 Dollar in die eigene Tasche gesteckt zu haben.

Die langjährige Rektorin einer katholischen Grundschule in der Stadt Torrance unterschlug über zehn Jahre hinweg Schul- und Spendengelder und fälschte die Rechnungsbücher. Das Defizit fiel erst viel später bei einer Überprüfung auf. Die Nonne, die einst ein Armutsgelübde ablegte, ist jetzt im Ruhestand.

Ihr drohen 40 Jahre Haft

Laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft gab die Frau an, mit dem veruntreuten Geld «große Glücksspielausgaben» und Kreditkartenschulden bezahlt zu haben. Nach Angaben ihrer Anwälte wolle die Nonne vollauf mit den Behörden kooperieren, berichtete die «New York Times» . Sie bereue ihre Tat. Die Anwälte erklärten, die Frau habe ihr ganzes Leben lang Anderen geholfen, später aber psychische Probleme entwickelt, die ihr Urteilsvermögen getrübt hätten.

Am 1. Juli muss die 79-Jährige wieder vor Gericht erscheinen. Die beiden Vergehen könnten nach Angaben der Anklage mit einer Haft von maximal 40 Jahren belegt werden.

(dpa/lel)



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