Schriftsteller Günter de Bruyn ist gestorben

Günter de Bruyn ist tot. Der Autor, der zurückgezogen in Brandenburg lebte und als einer der bedeutendsten DDR-Autoren galt, starb im Alter von 93 Jahren. 

Günter de Bruyn, der 1926 in Berlin geboren wurde, schrieb meist realistische Romane mit autobiografischem Touch. Zu seinem Werk zählen der Roman “Buridans Esel” von 1968 oder “Abseits. Eine Liebeserklärung an eine Landschaft” von 2006. Gemeinsam mit Gerhard Wolf war er Herausgeber der Reihe “Märkischer Dichtergarten”. Die Defa verfilmte “Buridans Esel” 1980 unter dem Titel “Glück im Hinterhaus” nach einem Drehbuch von Ulrich Plenzdorf.

1989 lehnte de Bruyn den DDR-Nationalpreis ab. Zuvor hatte er für Aufsehen gesorgt, als er auf einem deutsch-deutschen Schriftstellerkongress die Aufhebung der Zensur in der DDR forderte.

Vielfach ausgezeichnet und geehrt

Der verstorbene Literat wurde dennoch vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Brandenburgischen Literaturpreis, dem Verdienstorden des Landes Brandenburg, dem Thomas-Mann-Preis und mit dem Hoffmann-von-Fallersleben-Preis.

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1999 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Humboldt-Universität zu Berlin, seit 1990 ist er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Bildung. Er habe sich seinen Leserinnen und Lesern stets mit großem menschlichen Einfühlungsvermögen genähert, erinnerte der Landkreis.

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