Nach Ansturm aufs Capitol in Washington: Die Reaktionen der Stars

Ausschreitungen, Verletzte und vier Tote

Am 6. Januar hatte sich der US-Kongress zur Zertifizierung der Ergebnisse der US-Präsidentenwahl in der US-Hauptstadt Washington D.C. versammelt. Bei einem Auftritt hatte der noch amtierende Präsident Donald Trump kurz zuvor vor seinen Anhängern erneut über die angeblichen Wahlbetrugsvorwürfe gesprochen. Dabei rief er seine Unterstützer dazu auf, zum Kapitol – dem Sitz des US-Parlaments – zu marschieren.

Vor dem Gebäude kam es schnell zu Ausschreitungen, Randalierer lieferten sich Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften und stürmten später sogar das Kongressgebäude. Die Kongresskammern mussten ihre Sitzungen unterbrechen, die Parlamentssäle wurden geräumt. Abgeordnete mussten in Sicherheit gebracht werden. US-Medien berichten von vier Toten nach den Ausschreitungen. Viele Prominente in den USA verurteilten die Ereignisse aufs Schärfste.

US-Prominente melden sich zu Wort

Viele Prominente in Hollywood und auch aus dem Sport-Bereich hatten ihren Unmut bei Twitter Luft gemacht. Unter anderem meldeten sich Model Karlie Kloss, Sängerin Pink und “Avengers”-Stars wie Chris Evans und Mark Ruffalo zu Wort.

Karlie Kloss

Das schwangere Victoria Secret-Model Karlie Kloss schreibt bei Twitter, dass “das Akzeptieren der Ergebnisse einer legitimen demokratischen Wahl patriotisch ist.” Die Schwägerin von Jared Kushner und Ivanka Trump findet deutliche Worte zu den gewalttätigen Protesten: “Sich zu weigern und Gewalt anzuregen, ist antiamerikanisch”.

Sängerin Pink empfindet Schande

Pink, die selber aus einer Familie von Soldaten kommt, schämt sich für die Ereignisse am 6. Januar in Washington D.C.: “Als Staatsbürger der Vereinigten Staaten, Tochter von zwei Veteranen und Schwester eines anderen schäme ich mich für das, was in Washington passiert. Heuchelei, Schande, Verlegenheit. Unpatriotische scheinheilige Schafe, die Gift trinken. Dies ist ein trauriger Tag für Amerika.”

Viele Stars sind erschüttert wie viel Macht die Randalierer haben

Erst findet “Captain America”-Darsteller Chris Evans keine Worte für das Geschehen: “Ich bin sprachlos”, später schreibt er über die Trump-Anhänger und Randalierer, was viele anderen denken: “Denkt nur an das Gemetzel, wenn sie nicht weiß gewesen wären.”

Sein Co-Star, der “Hulk”-Darsteller Mark Ruffalo, pflichtet im da bei: “Stellt euch vor, es wäre unsere Seite. Es würde Flüsse unseres Blutes auf den Straßen fließen und kein einziger von uns würde bewaffnet sein.”

Bei den “Black Lives Matter”-Demonstrationen im Sommer 2020 im Land waren schwer bewaffnete Polizisten, auch vor dem Capitol, viel härter gegen friedliche Demonstranten vorgegangen. Schauspielerin Chloë Grace Moretz vergleicht das Verhalten der Polizisten gegenüber den Capitol-Randalierer und den Aktivisten der “Black Lives Matter”-Protesten, kurz “BLM” nach George Floyds Tod im Sommer 2020.

“Friedliche Demonstranten während der BLM wurden geschlagen, unter Tränen vergast, verhaftet, mit Brutalität behandelt, und ihr sagt mir, dass die Hauptstadt gestürmt wird und es kaum Gewalt gibt, um diese zu stoppen?” Ihr Fazit: “Das spricht für sich.”

Ruffalo: Trump hat zu einem Putsch aufgerufen

Ruffalo und viele andere Stars machen Trump nach seinem Aufruf im TV für die Ereignisse vor dem Capitol verantwortlich. Ruffalo schreibt weiter: “Dies ist ein Putschversuch im Namen von Trump und seinen mitschuldigen Verbündeten. Das geht alles auf Trump und seine Verwaltung. Die Feiglinge in der Partei müssen zur Rechenschaft gezogen werden.”

Selena Gomez gibt auch Instagram & Co. die Schuld

Im Zusammenhang mit den Unruhen in Washington gibt Ex-Disney-Star Selena Gomez (28) Twitter aber auch Mark Zuckerbergs Facebook und Instagram eine Mitschuld. Wie sie zusammenfasst, sei “das dass Ergebnis davon, dass man Menschen mit Hass im Herzen erlaubt hat, Plattformen zu nutzen, die genutzt werden sollten, um Menschen zusammenzubringen.”

Gomez hatte Facebook zuvor schon angeprangert, weil es gegen Falschinformationen zur Corona-Pandemie nicht konsequent genug vorgegangen war.

Joe Biden als nächster US-Präsident bestätigt

Die Proteste konnten die Kongressabgeordneten nicht von ihrer Arbeit abhalten: Am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) haben sie den Sieg des Demokraten Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl offiziell bestätigt. Der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence gab das amtliche Endresultat in einer gemeinsamen Sitzung beider Kongresskammern bekannt.

USA

Donald Trump

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