Mit neuen Technologien zu mehr Umweltfreundlichkeit

Auch dieLogistikbranche muss sich den Herausforderungen des Klimawandels und derRessourcenknappheit stellen. Neue Technologien helfen dabei, Nutzfahrzeugegrüner und effizienter zu machen.

Nichtnur im Privatwagenbereich, auch im Nutzfahrzeugsektor steigt die Nachfrage nachalternativen Antrieben. Zwar waren im vergangenen Jahr über 97 Prozent der inder EU neu zugelassenen Lkw über 3,5 Tonnen noch mit einem Dieselantriebausgestattet. Dennoch hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Zahl derZulassungen von Elektro-Lkw mehr als verdoppelt, auch alternativeAntriebsformen wie Erdgas oder Wasserstoff konnten bei den Zulassungendeutliche Zuwächse verbuchen. Flüssigerdgas (LNG) ist ­dabei vor allem aus Kostensichtfür Logistikunternehmen attraktiv, da der Treibstoff güns­tiger ist als Diesel.

Elektrisch in der Stadt

Damit in zehn Jahren jede sechste Lkw-Fahrtelektrisch erfolgen kann, wie dies eine aktuelle Studie der EU-weitenInteressensgemeinschaft Transport & Environment erwartet, muss allerdingsnoch viel passieren. Auch dann noch wird der elektrische Antrieb vor allem fürden urbanen und Kurzstreckenverkehr interessant sein – jedenfalls solange dieReichweite einer Batterieladung nicht durch technologische Entwicklungentscheidend vergrößert werden kann. Innerhalb von Städten allerdings ist dieEmissionsfreiheit elektrischer Antriebe ein zusätzliches Plus, vor allem dahier künftig mit strengeren Vorgaben zu rechnen ist.

Wettstreit der Alternativen

Für die Langstrecke hat sich bei den alternativenAntrieben bislang noch kein klarer Favorit herauskristallisiert.Dementsprechend fahren Hersteller hier weiterhin mehrgleisig. So entwickeltbeispielsweise Daimler den für 2024 in Serie geplanten Mercedes-Benz eActrosLongHaul als Langstrecken-Stromer parallel zum Brennstoffzellenantrieb mitflüssigem Wasserstoff. Eine Testphase mit sieben Lkw, die mit gasförmigemWasserstoff betankt werden, hat Hyundai am 8. Oktober in der Schweiz gestartet.Nebenbei sind auch Hybridantriebe weiter ein Thema, um emissionsarmenStadtverkehr mit größerer Reichweite zu vereinen.

Effizienz steigern …

Nicht ausgeschlossenist nach wie vor auch eine Umstellung von Erdöl auf erneuerbare synthetischeKraftstoffe als Ergänzung zur Elektromobi­lität. Auch im Hinblick daraufarbeiten Hersteller weiter an einer Effizienzsteigerung bei Dieselmotoren. Sokonnte Bosch in einem Joint Venture mit dem chinesischen Hersteller WeichaiPower erstmals den Wirkungsgrad eines Dieselmotors auf über 50 Prozentsteigern, wie das Unternehmen im September verkündete. Volvo wiederum setzt mitseiner Turbo-Compound-Technologie hinter dem Motor an: Überschüssige Energieaus den Abgasen treibt dort eine Turbine an, die direkt auf die Kurbelwellewirkt und so das Dreh­moment verstärkt.

… Verbrauchsenken

Auch an bessererAerodynamik wird gefeilt – nach Angaben von Daimler bringt beispielsweise derVerzicht auf physische Außenspiegel und Ersatz durch Kameratechnik 1,3 ProzentReduktion beim Kraftstoffverbrauch. Zusätzlich Kraftstoff sparen Systeme, diedurch Erkennung der Topografie automatisch Schaltzeitpunkte, Gangwahl undGeschwindigkeit optimieren. Und auch die Fahrer rücken ins Blickfeld: Renaultbeispielsweise bietet spezielle Schulungen zur wirtschaftlichen Fahrweise undsucht mit einem eigenen Wettbewerb, der „Optifuel Challenge“, nach Europassparsamstem Kraftfahrer.

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