Mit Bärlauch verwechselt: Herbstzeitlose tötet Mann – SO erkennen Sie giftige Pflanzen

Tödliche Verwechslung

Ein 59-jähriger Mann aus Koblenz nahm an, er und seine Frau würden Bärlauch essen. Doch das tückische: Bärlauch ähnelt stark den Blättern der gefährlichen Herbstzeitlose. Der Mann starb durch eine akute Vergiftung.

Aber wie können Sie Bärlauch und die Herbstzeitlose voneinander unterscheiden?

Gutes Blatt, schlechtes Blatt

Dem Ehepaar aus Koblenz wurde Herbstzeitlose zum Verhängnis. Die Ähnlichkeit zum Bärlauch ist verblüffend und auch giftige Maiglöckchen reihen sich in die gleiche Optik ein. Das ändert sich, sobald die Pflanzen blühen. Doch so lange fällt vorallem Laien die Unterscheidung schwer. So gelingt es trotzdem:

  • Geruchstest: Blätter zwischen den Finger zerreiben. Riechen sie nach Knoblauch, ist es Bärlauch. Wenn nicht, sollten Sie die Blätter wegwerfen und ihre Hände gründlich waschen. Doch auch die Riechprobe ist gefährlich, denn wenn Sie einmal den Knoblauchgeruch an den Fingern haben, kann er beim nächsten Blatt auch vom vorherigen stammen.
  • Optische Unterscheidung: Bärlauch lässt sich an den langgestielten Blättern erkennen. Die Blätter der Herbstzeitlosen haben eine gewisse Ähnlichkeit, sind aber nicht gestielt. Maiglöckchen hingegen haben zwei bis drei elliptische Blätter, die aus einem Scheinstängel wachsen
  • Fundort: Die Herbstzeitlose wächst in der Regel auf Wiesen, der Bärlauch im Wald. Aber Achtung: Das ähnlich aussehende Maiglöckchen wächst an den gleichen Stellen wie Bärlauch.

Lese-Tipp:

Bärlauch schmeckt gut – kann aber noch mehr.

Auch diese Pflanzen sind giftig

Es ist Frühling und die Blumen blühen in voller Pracht. Doch oft täuscht der Anblick über Gefahren hinweg. Auch Pflanzen, die Sie im Garten haben, können hochgiftig sein. Insbesondere wenn Kinder im Garten spielen, ist Vorsicht geboten. Bei Narzissen reicht schon die Berührung für Hautausschläge und Entzündungen, die Eibe kann zu bleibenden Leber- und Nierenschäden und sogar zum Tod führen. Schöne, aber gefährliche Pflanzen, haben wir für Sie hier aufgelistet.

Giftnotrufnummern

Wie Sie eine Vergiftung erkennen und wie Sie sich bei einer Vergiftung des Kindes verhalten sollten, haben wir für Sie zusammengefasst. Die Giftnotrufnummern finden Sie hier:

Berlin
Giftnotruf der Charité Universitätsmedizin Berlin
Campus Benjamin Franklin, Haus VIII (Wirtschaftsgebäude), UG
Notruf: 030 192 40

Bonn
Informationszentrale gegen Vergiftungen
Zentrum für Kinderheilkunde, Universitätsklinikum Bonn
Notruf: 0228 192 40

Erfurt
Giftnotruf Erfurt
Gemeinsames Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen
c/o HELIOS Klinikum Erfurt
Notruf: 0361 730 730

Freiburg
Vergiftungs-Informations-Zentrale
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin
Universitätsklinikum Freiburg
Notruf: 0761 192 40

Göttingen
Giftinformationszentrum-Nord der Länder Bremen,
Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (GIZ-Nord)
Universitätsmedizin Göttingen – Georg-August-Universität
Notruf: 0551 192 40 (Jedermann) und 383 180 (Fachleute)

Mainz
Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen
– Klinische Toxikologie –
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Notruf: 06131 192 40

München
Giftnotruf München
Abteilung für Klinische Toxikologische und Giftnotruf München,
Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München
Notruf: 089 192 40

Österreich, Wien
Vergiftungsinformationszentrale Gesundheit Österreich GmbH
AKH Leitstelle 6 Q
Notruf: +43 140 643 43

Schweiz, ZürichSchweizerisches Toxikologisches Informationszentrum (STIZ)
Tox Info Suisse
Notruf: +41 442 515 151





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