Lohnt sich der Dyson Airwrap? Luxus-Haarstyler im Test

Teures Styling-Vergnügen

Haare wie frisch vom Friseur? Der Airwrap-Haarstyler von Dyson soll es möglich machen, doch er kostet fast 500 Euro und ist somit absolut kein Schnäppchen. Ich habe ihn im Alltag getestet und verrate Ihnen, was das Gerät eigentlich alles kann – und ob der Preis gerechtfertigt ist.

von Isabel Michael

Der Lieferumfang

Das Gerät kommt in einer großen, braunen Aufbewahrungsbox mit verschiedenen Styling-Aufsätzen. Die Box lässt sich dank Magnet-Mechanismus sehr leicht und praktisch verschließen und enthält außerdem noch eine hitzebeständige Anti-Rutsch-Matte.

Folgende Aufsätze werden mitgeliefert:

  • 1 Pre-Styling-Trockner: Mit einem breiten Luftstoß werden die Haare grob getrocknet und für das Styling vorbereitet.
  • 2 Lockenaufsätze (30 mm): Diese Aufsätze kreieren Dyson zufolge voluminöse Locken.
  • 2 Lockenaufsätze (40 mm): Die dünneren und längeren Aufsätze sind für weiche Locken oder Wellen geeignet. Laut Dyson profitieren vor allem dickere Haare von diesen Aufsätzen.
  • 1 feste Smoothing-Bürste: Dieser Bürstenaufsatz bändigt krause, widerspenstige Haare für einen geschmeidig glatten Look mit weniger Frizz.
  • 1 weiche Smoothing-Bürste: Mit dieser Bürste lässt sich feines und kraftloses Haar voluminöser stylen, sodass ein geschmeidiges Finish entsteht.
  • 1 runde Volumenbürste: Ideal zum Kreieren von mehr Form und Volumen bei feinen Haaren, die oft sehr kraftlos sind.
  • 1 Filterreinigungsbürste

Die Airwrap-Technologie

Das Antriebsrad des Dyson-Motors besteht aus 13 Blättern und dreht sich bis zu 110.000 Mal pro Minute. So wird ein Luftdruck von 3,2kPa erzeugt, der stark genug ist, um den sogenannten “Coanda-Effekt” hervorzurufen. Dank dieses physikalischen Phänomens werden die Haare dann automatisch angezogen und um den Aufsatz gewickelt. Durch den Luftstrom werden die Haarsträhnen dabei auch noch getrocknet. Auch bei den Smoothing-Bürsten hilft der Codana-Effekt: Die Haare werden zur Bürste gezogen, durch den Luftstrom entsteht ein geschmeidiges Finish. Negative Ionen helfen dabei, eine statische Aufladung des Haares zu verringern und so Frizz zu vermeiden.

Eine weitere Besonderheit des Dyson Airwraps ist, dass die intelligente Temperaturregelung dafür sorgt, dass die Haare vor Hitzeschäden bewahrt werden. Das funktioniert, indem während des Stylings mehr als 40 Mal pro Sekunde die Temperatur gemessen wird. Das Heizelement wird dann so gesteuert, dass die Temperatur stets unter 150 Grad bleibt. Insgesamt sind drei Luftstromgeschwindigkeiten sowie drei Temperaturstufen und eine Kaltstufe zum Fixieren des jeweiligen Stylings einstellbar.

Der Dyson Airwrap im Styling-Test

Zunächst einmal zu mir: Ich habe feine, mittellange Haare mit leichten Wellen an den Haarenden. Dazu sind meine Haare blondiert, sodass der Dyson Airwrap* mir gerade ziemlich gelegen kommt – extreme Hitze beim Styling wäre schlecht für meine Haare, aber die ist ja ausgeschlossen. Zur Sicherheit habe ich vor dem Stylen dennoch immer einen Hitzeschutz verwendet und zwar das “Schutzengel”-Spray von got2b, das Hitzeschutz bis 220 Grad verspricht. Zudem habe ich den Airwrap nicht täglich angewendet, sondern nur zwei- bis dreimal pro Woche. Ich war sehr gespannt, ob ich als Anfängerin mit dem Airwrap eine ansehnliche Frisur zaubern kann – und wurde überrascht.

Dyson Airwrap™ Complete Haarstyler

Dyson Airwrap™ Complete Haarstyler

Wie schlägt sich der Luxus-Haarstyler von Dyson in der Anwendung?

Mit dem leistungsstarken Föhnaufsatz habe ich die Haare meistens blitzschnell handtuchtrocken geföhnt, wobei ich sie auch trocken gestylt habe, um festzustellen, wann die Locken besser halten. Zu meiner Überraschung halten die Locken tatsächlich besser, wenn ich sie im handtuchtrockenen Zustand gelockt habe. Aber zurück zum Stylen mit den Lockenaufsätzen: Meistens habe ich die 30-mm-Aufsätze verwendet, weil ich größere und wellige Locken bei mir schöner finde. Zudem ist dieser Aufsatz ohnehin besser für meinen Haartyp geeignet.

Man hält die Lockenaufsätze jeweils an die entsprechende Haarsträhne, die nicht zu dick sein sollte. Dann schaltet man den Airwrap auf hoher oder mittlerer Wärmestufe an. Der Haarstyler wickelt dann die Strähne von ganz alleine um den Aufsatz. Damit die Locken noch besser halten, habe ich zum Ende hin stets die Kaltstufe ein paar Sekunden lang angeschaltet, bevor ich den Aufsatz wieder aus der Haarsträhne herausgezogen habe.

» Insgesamt ist mir das Locken der Haare mit dem Airwrap sehr leicht gelungen und meine Frisur konnte sich wirklich sehen lassen. Bei meinen feinen Haaren habe ich mich besonders über das zusätzliche Volumen gefreut.

Leider halten die Locken mit den 30-mm-Aufsätze nicht besonders lange. Nach 6 bis 8 Stunden waren sie oft schon wieder verschwunden – und das trotz der Verwendung von Haarspray nach dem Styling (für längeren Halt). Da haben die Locken, die mit den 40-mm-Lockenaufsätzen gedreht wurden, schon ein wenig länger gehalten. Eine Erkenntnis: Der Dyson kann einen herkömmlichen Lockenstab meiner Ansicht nach leider nicht ersetzen, da sich die Locken schnell verflüchtigen. Die Rundbürste habe ich zum schnellen Volumenstyling verwendet, wenn ich nicht die Zeit und Lust für aufwendigere Locken mit den Lockenaufsätzen hatte.

Mit dem Airwrap style ich mir viel häufiger Locken

Super, dass mir das überhaupt gelungen ist, denn mit der herkömmlichen Rundbürste bin ich nie richtig klargekommen. Dasselbe gilt auch für das Stylen mit dem Lockenstab. Ich habe meine Locken oft nicht wirklich schön hinbekommen. Dazu empfand ich das Locken oft als sehr anstrengend und aufwendig. Mit dem Airwrap style ich mir viel häufiger Locken, habe Spaß dabei und bekomme das auch noch ansehnlich hin.

Wollte ich die Haare glatt stylen, habe ich die Smoothing-Bürsten verwendet. Das hat schnell und gut geklappt, nur habe ich für mich keinen großen Unterschied zwischen den beiden Aufsätzen feststellen können. Wollte ich die Haare wirklich extrem glatt haben, war es bei beiden Aufsätzen zudem notwendig, noch einmal mit einem Glätteisen nachzuarbeiten.

» Was mir generell gefällt ist, dass sich die Haare nach dem Stylen stets weich und geschmeidig anfühlen und nicht unschön abstehen. Zudem sehen sie immer noch “gesund” aus und nicht übermäßig trocken oder strapaziert.

Die Handhabung

Gut finde ich, dass das Gerät nicht schwer ist (circa 600 Gramm) und locker in der Hand liegt. Außerdem ist das Kabel sehr lang (2,7 Meter) und der Kabelanschluss relativ flexibel, sodass ich das Kabel beim Styling nicht als störend empfunden habe. Weiterhin saugt der Lüfter die Haare nicht ein und stellt somit keine “Gefahr” für die Frisur dar.

Das Stylen macht insgesamt Spaß, was wiederum der leichten Handhabung zu verdanken ist. Als unangenehm habe ich jedoch die Lautstärke des Haarstylers bei der höchsten Luftstromgeschwindigkeit empfunden – sich nebenbei unterhalten, Musik hören oder Netflix schauen? Das kann man vergessen. Auch eher unpraktisch ist, dass man die Kühlstufe immer festhalten muss.

Mein Test-Fazit zum Dyson Airwrap

Der Dyson Airwrap macht bereits beim Auspacken durch das schöne Design und die hochwertige Verarbeitung einen guten Eindruck. Die Handhabung ist sehr praktisch und der Haarstyler ist einfach bedienbar. Ich als blutige Anfängerin in Sachen Haarstyling konnte schon nach ein bis zwei “Übungsfrisuren” sehr gute Ergebnisse damit erzielen und hatte auch noch Spaß beim Stylen.

Die Haare wirken wirklich wie frisch vom Friseur. Besonders gefreut habe ich mich über mehr Volumen in meinen eher feinen Haaren – und über schöne Locken. Leider hielten die Locken aber nicht so lange, wie ich es gerne gehabt hätte. Wollte ich meine Haare sehr glatt stylen, musste ich zudem oft noch zusätzlich zu meinem Glätteisen greifen, da die Smoothing-Bürsten einen ultra glatten Look nicht hinbekommen haben. Allerdings hatte ich mit dem Airwrap kaum Frizz und meine Haare sahen trotz regelmäßiger Verwendung des Haarstylers nicht unschön strapaziert oder trocken aus.

  • Insgesamt lässt sich sagen, dass ich solche Ergebnisse beim Haarstyling zuhause bisher nicht hinbekommen habe. Also, Daumen hoch.
  • Insgesamt ist der Dyson Airwrap meiner Meinung nach besonders für Menschen geeignet, die mit Lockstab, Volumenbürste oder Glätteisen bisher keine guten Ergebnisse erzielen konnten.

Mit dem All-in-One-Produkt bekommt wirklich jeder tolle Frisuren hin, und das ohne Friseurbesuch, weil man mit dem Produkt kaum etwas falsch machen kann. Wer allerdings geübt ist im Umgang mit gängigen Haarstyling-Geräten, für den lohnt sich der Dyson Airwrap wohl nur bedingt, denn die Looks lassen sich auch mit teils wesentlich günstigeren Alternativen erreichen. Zudem sind die relativ kurzen Aufsätze für Menschen mit sehr langen Haaren nicht unbedingt geeignet.

Und der Preis? Lohnt sich die Investition wirklich?

Naja, mit 499 Euro ist der Dyson Airwrap wahrlich kein Schnäppchen. Wenn man jedoch bedenkt, dass man das Gerät in der Regel mehrere Jahre lang verwendet und welche Technologie dahintersteckt ist, der Preis durchaus gerechtfertigt. Zudem hat man mit dem Gerät nicht nur ein hochwertiges Markenprodukt, sondern durch die vielen Aufsätze auch gleich mehrere Funktionen für viele verschiedene Looks in einem Gerät.

Ob man sich mit dem Airwrap nun aber Föhn, Glätteisen, Lockenstab und Rundbürste komplett sparen kann, ist eher Ansichtssache.

  • Für ultraglatte Styles oder tolle Beach-Waves ist der Haarstyler eher nicht geeignet, sodass es meiner Meinung nach kein vollständiges Ersatzprodukt für Glätteisen und Lockenstab ist.
  • Trotzdem werden die Haare dank der intelligenten Temperaturregelung und insgesamt geringerer Hitzebelastung viel weniger strapaziert als bei herkömmlichen, vergleichbaren Produkten. Das sollte man im Hinterkopf behalten.

Wer also das nötige Kleingeld übrig hat, kann beim Kauf eigentlich nichts falsch machen, denn der Airwrap ist insgesamt ein sehr gelungenes Haarstyling-Gerät.

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