Heimliche Küsse bei "Die Bachelorette": "Diese Woche wird sehr intensiv“

Eine fast intensive Floßfahrt, ein fast intensiver Paraglide-Flug und ein intensiver Fast-Kuss beim Nudeln-Schlürfen. Die jüngste Folge der „Bachelorette“ sollte laut Sharons Bauchgefühl eigentlich intensiv werden. Das klappt nur bedingt, lediglich ein Kandidat kann sich nicht über zu wenig Intensität beklagen.

Eine KritikvonChristian Vock

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„Ich glaube, diese Woche wird sehr intensiv“, glaubt unsere Bachelorette. Das sind gute Nachrichten, denn wenn das Bauchgefühl unserer Bachelorette stimmt, dann haben alle in der Verwertungskette etwas davon. Die Bachelorette, weil „intensiv“ ja bedeuten kann, dass es ein bisschen funkt zwischen ihr und einem der Herren und dafür hat sich die Bachelorette ja schließlich extra anreisen lassen. „Ich möchte ja auch, dass es intensiver wird“, erklärt Sharon noch und gibt einer intensiven Woche damit ihren Segen.

Für die Produktionsfirma ist intensiv auch gut, denn wie auch immer „intensiv“ dann aussehen mag – es ist auf jeden Fall besser, als die Männer dabei zu filmen, wie sie ihre Unterhosen bügeln oder sich die Nasenhaare trimmen. So ein Kameramann hat schließlich auch Gefühle. Und wir Zuschauer haben von einer intensiven Woche auch etwas, schließlich wollen wir unsere Bachelorette ja glücklich sehen. Zumindest am Ende. Davor darf’s gerne ein bisschen Zinnober geben, wir sind ja alle auch nur Voyeuristen.

So oder so: Von „intensiv“ haben alle was und dann wollen wir doch mal gucken, ob die Produktionsfirma nicht ein bisschen Intensität arrangieren konnte. Und, wer hätte das gedacht: hat sie! Zumindest gibt es gleich mal „ein ganz besonderes Abenteuer“. In den Dschungel soll es gehen, genauer gesagt zum „Bamboo-Rafting“. Wir wollen fair sein: Das klingt intensiver als es ist. Im Nicht-Action-Event-Bereich-Dussel-Jargon hätte man vielleicht Floßfahrt gesagt. Aber unsere Bachelorette hat ja „Los Wochos intensivos“ ausgerufen, also gibt es Bamboo-Rafting.

„Die Bachlorette“: Unmut mit Umut

Im Sitzen lässt man sich also nun vom Bamboo-Rafting-Personal auf einem Floß durch wadentiefes Wasser schippern. Nein, intensiv ist bisher noch nichts, aber als der Off-Sprecher plötzlich fragt: „Ob die Fahrt durch den Dschungel so entspannt bleibt?“, ahnen routinierte „Bachelorette“-Gucker, dass die Fahrt durch den Dschungel nicht so entspannt bleibt. Kurzum, es regnet. Fertig. Ach nein, Entschuldigung, eine Sache gab’s doch noch. Sharon, bitte: „Eine Ameise war auch da, die hat auf mich draufgepisst.“

Intensiver wird es erst beim Après-Rafting. Dort erfahren wir nämlich bei einem Trinkspiel, dass Sharon schon mal fremdgeküsst, Hannes schon mal einen Dreier gehabt und Steffen nachts schon mal ins Bett gepinkelt hat, weil er sich im Traum bereits auf der Toilette wähnte. Umut sorgt indessen für Unmut, weil er nach Ansicht der Konkurrenz zu viel Zeit mit Sharon verbringt. Die Vorwürfe ähneln denen der vorherigen Folge, aber das ist Umut „komplett scheißegal“.

Anders die Gefühlslage bei Dominik: „Das hätt ich mir sparen können“, zieht der Bayer ein ernüchterndes Fazit und der Off-Sprecher nutzt seine Chance, um mit ein bisschen dramatischer Musikuntermalung und einem „Gemischte Gefühle also bei den Männern“ ein aufkommendes Konfliktszenario zu installieren. Ja, manchmal muss man eben selbst für ein bisschen Intensität sorgen.

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„Die Bachelorette“: zwei Küsse und eine gerissene Nudel

Und damit beim nächsten Gruppendate die Sache mit der Intensität garantiert nicht wieder schiefgeht, hat man noch ein kleines Spiel arrangiert. Tom, Lukas und Emanuell treffen die Bachelorette nacheinander und spielen mit ihr Szenen aus bekannten Liebesfilmen nach. Zum Beispiel die aus „Tatsächlich Liebe“, als Andrew Lincoln bei Keira Knightly klingelt und ihr wortlos an der Tür seine Liebe mit selbstgeschriebenen Schildern gesteht, weil ihr Freund zuhause ist.

Das sollen die drei Herren nun auch machen und Emanuell weiß sofort, worauf es ankommt: „Rechtschreibung zählt?“ Grundsätzlich ja, sonst hieße es ja Unrechtschreibung, aber bei „Die Bachelorette“ sieht man das nicht so eng und so darf Emanuell Sharon auch in Freestyle-Orthografie fragen, ob sie nicht mal zusammen knutschen wollen. Und weil Frechheit Rechtschreibung schlägt, gibt es tatsächlich ein Küsschen. Was Emanuell nicht bedacht hat: Was er kann, können andere auch und so bekommt auch Lukas für seine Vorstellung einen Kuss.

Zwei Drittel der Herren sind also intensitätstechnisch bereits versorgt, Tom hat immerhin noch die Chance auf einen Kuss, als die berühmte Nudel-Szene aus „Susi und Strolch“ nachgestellt werden soll. Doch die Nudel reißt, bevor sich die Lippen treffen können und so bleibt es für Tom nur bei einem „Schönen Tag dir noch!“ Emanuell hingegen darf noch auf einen Absacker bleiben, weil Sharon nach den zwei Küssen den Beziehungsstatus klären will.

Heimliche Küsse mit Jan, Max geht freiwillig

Das machen die beiden dann auch und damit geht es auf die Zielgerade von Folge vier. Auf der dürfen Max und Jan auch ein bisschen Intensität naschen. Eigentlich soll ein bisschen geparaglidet werden, doch auch diesmal lässt der thailändische Regen die Luft aus der Intensität. Die holt man sich dann auf anderem Weg. Max erklärt Sharon noch einmal, dass er „noch nicht das sexuelle Verlangen“ hat. Immerhin ist man sich in der Einschätzung einig, dass solche Aussagen nicht gut bei Sharon ankommen: „Ich bin ein bisschen überfordert mit Max“, erklärt Sharon ihre Gefühlslage.

Jan trifft es hier um Längen besser. Weil das Paragliding schlussendlich gestrichen wird, geht es zurück in die Herrenvilla und da zieht Sharon Max erst aus dem Pool, dann zur Seite und fragt schließlich flüsternd: „Sieht man uns hier? Krieg ich einen Kuss?“ Da will Jan auch kein Intensitätsverweigerer sein und schürzt die Lippen. „Ich konnte es nicht lassen. Es ging nicht anders. Es musste sein. Es brennt bei uns“, erklärt Sharon anschließend ihre Löschversuche.

Nichts mehr zu löschen gibt es hingegen für Max. Der sieht sich und Sharon in der Sackgasse und will daher lieber freiwillig den Hut nehmen. Ihn begleiten werden nach der Nacht der Rosen noch Basti und Tim – allerdings nicht ganz so freiwillig.

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