EZB-Vize: „Es gibt Spielraum für eine neue Geldpolitik“

Die rasche Erholungder Wirtschaft im Euroraum vom Corona-Tief gibt Europas WährungshüternSpielraum für eine Normalisierung ihrer Geldpolitik. 

„Die Wirtschaft entwickelt sich 2021 besser alserwartet, und das wird sich in den Projektionen widerspiegeln, die in dennächsten Tagen veröffentlicht werden“, sagte der Vizepräsident der EuropäischenZentralbank (EZB), Luis de Guindos, in einem Interview. Der Spanier erklärte:„Wenn sich die Inflation und die Wirtschaft erholen, wird es logischerweise zueiner schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik und auch der Finanzpolitikkommen.“

Geldpolitische Entscheidung

Bei der nächsten regulären Sitzung des EZB-Rateswird die Notenbank auch auf Grundlage ihrer aktuellen Prognosen zur Entwicklungder Konjunktur und der Teuerungsrate im Euroraum ihre geld­politischenEntscheidungen treffen.

Angesichts des wirtschaft­lichen Aufschwungsmehrten sich zuletzt Forderungen, die milliardenschweren Anleihenkäufeallmählich zurückzufahren. Die Erholung der Wirtschaft erlaube, über geringereAnleihenkäufe nachzudenken, hatte der Chef der österreichischen Zentralbank,Robert Holzmann, gesagt. Der Chef der niederländischen Zentralbank, Klaas Knot,sprang Holzmann bei.

Flexibles Notkaufprogramm

Die Europäische Zentralbank hatte zu Beginn derCorona-Pandemie ein besonders flexibles Notkaufprogramm für Staatsanleihen undWertpapiere von Unternehmen aufgelegt.

Das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP)hat inzwischen ein Volumen von 1,85 Billionen Euro erreicht und soll nach derderzeitigen Planung der Notenbank bis mindestens Ende März 2022 fortgeführtwerden.

Die Anleihenkäufe der EZB helfen Staaten wieUnternehmen: Diese müssen für ihre Wertpapiere nicht so hohe Zinsen bieten,wenn eine Zentralbank als großer Käufer am Markt auftritt.

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