Ein Umstieg auf mehr Lebensqualität und weniger CO2

DieGemeinde Wolfurt gehört zu den plan b-Regionen, die ihre Mobilität neu denkenwollen.

DerVerkehrssektor zählt zu den Hauptverursachern für Treibhausgasemissionen. Derhöchste Anteil der Emissionen ist auf den Straßenverkehr und insbesondere aufden Pkw-Verkehr zurückzuführen, informiert das Umweltamt. Laut VerkehrsclubÖsterreich verursachen die Österreicherinnen und Österreicher pro Kopf und Jahrmit ihrem Kfz-Verkehr 2,65 Tonnen CO2. Das ist im EU-Vergleich nachLuxemburg der zweithöchste Wert und um 53 Prozent höher als im EU-Schnitt. Aufdas Auto zu verzichten, ist also ein großer Hebel beim Klimaschutz. Und hiersetzt „plan b“ seit 2004 an. Dabei handelt es sich um eine Gemeindekooperationfür regionales Mobilitätsmanagement für mehr als 90.000 Bewohnerinnen undBewohner der Gemeinden Bregenz, Hard, Kennelbach, Lauterach, Lustenau, Schwarzachund Wolfurt.

Weniger Autos

DieMenschen der Region sind spürbar weniger mit dem Auto unterwegs als imVorarlberg-Durchschnitt. Was sich klar herauskristallisiert: Verzicht heißtnicht eine Minderung der Lebensqualität.

ImGegenteil, die plan b-Gemeinden sehen in der nachhaltigen Mobilität einenzentralen Schlüssel dafür und für eine Stärkung des Standorts. Der Bogen der regionalen Aktivitäten ist groß.Er spannt sich von sichtbarer Infrastruktur wie der Radbrücke Bregenz-Hard überregionale Kampagnen bis hin zu abgestimmten Arbeitspaketen in den Gemeindenoder regionaler Koordination von überörtlichen Themen. So ist aus demMobilitätsverbund der sieben Gemeinden inzwischen auch eine eigeneKlimawandel-Anpassungs-Region (KLAR!) entstanden. Zum regionalen Mobilitätsmanagementgibt es regelmäßige Abstimmungen auf verschiedenen Ebenen, eine enge Vernetzungin die Gemeinden und regelmäßige Ergebnischecks.

Tendenzerkennbar

Diegemeinsame Arbeit wirkt. Das bestätigt unter anderem die Mobilitätserhebung„Kontiv“ aus dem Jahr 2018. Die Anteile der Wege per Rad liegen in der planb-Region bei 21 Prozent, in Vorarlberg insgesamt bei 16 Prozent. Die Zahl derPkw je Haushalt lag mit 1,10 spürbar unter den 1,26 im Vorarlberg-Schnitt. 2021hat das Netz der Radzählstellen des Landes Vorarlberg in der Region 2,8Millionen Radfahrerinnen und Radfahrer erfasst, 2017 waren es noch rund zweiMillionen. Das bestätige die Tendenz, dass immer mehr Menschen das Fahrrad imAlltag schätzen und nutzen.

Jurybegründung: Gemeinden können ihre Bewohner zu nachhaltiger Mobilität motivieren. Das zeigt Wolfurt, wo Radinfrastruktur verbessert wird und Alternativen zum Auto aufgezeigt werden. Nachahmenswert!

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