Dauerstress: Neue Studie zeigt häufigste Gründe auf

Daueranhaltender Stress ist ungesund für den Körper: Der Blutdruck steigt, Stresshormone werden ausgeschüttet und der Organismus ist in ständiger Alarmbereitschaft. Dennoch ziehen nur wenige Menschen die Notbremse. Eine neue Studie der Techniker Krankenkasse zeigt auf, dass sich ein Viertel der Deutschen dauerhaft gestresst fühlt. Doch woran liegt das? Die Stress-Studie "Entspann dich, Deutschland" liefert Antworten.

Dauerhafter Stress durch Corona: Die Pandemie belastet jeden Zweiten

Die Coronapandemie ist in der Studie der Techniker Krankenkasse, die am Mittwoch, dem 1. Dezember 2021, herausgegeben wurde, für jeden zweiten Menschen ein Stressfaktor. Demnach bejahte rund die Hälfte der Teilnehmer:innen (47 Prozent) die Frage, ob ihr Leben seit der Pandemie stressiger geworden ist. Das betrifft vor allem Familien mit Kindern (60 Prozent). Bei Haushalten ohne Kinder sind es 43 Prozent. Besonders gestresst sind Alleinerziehende im Homeoffice (64 Prozent).

Mehr als ein Viertel der Deutschen steht häufig unter Stress

Für die Studie wurden Daten von 1000 Menschen ab 18 Jahren ausgewertet. Befragt wurde im März 2021, während des zweiten Lockdowns. 64 Prozent der Befragten gaben an, sich manchmal gestresst zu fühlen, 26 Prozent bezeichneten sich sogar als dauerhaft gestresst. Das sind 30 Prozent mehr als bei einer ähnlichen Befragung von 2013. Der Vorsitzende der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, bewertet die Zahlen wie folgt: "Es zeigt sich, dass der subjektiv empfundene Stress bei den Menschen in den vergangenen Jahren noch einmal signifikant zugenommen hat."

Neben der anhaltenden Coronapandemie konnten weitere Ursachen für Dauerstress ausgemacht werden. Wichtige Stressgründe sind außerdem der Bereich Arbeit, Schule und Studium (47 Prozent) oder schwere Krankheiten eines nahe stehenden Menschen (31 Prozent). Hier sieht Professor Bertolt Meyer von der Technischen Universität Chemnitz einen deutlichen Einfluss der Coronapandemie. "Die Sorge um nahe stehende erkrankte Angehörige spielte in den vorherigen Befragungen eher eine untergeordnete Rolle."

Dauerstress – was tun?

Dauerstress kann zu einer Art Gift für den Körper werden. Entsprechend wichtig ist es für Menschen, die sich beruflich oder privat häufiger Stress ausgesetzt sehen, Methoden zu erlernen, diesem Stress zu begegnen. Ratsam ist ein Stressbewältigungsprogramm.

Maßnahmen können sein:

  • Sport
  • Tanz
  • Lesen
  • Musik
  • Yoga
  • Autogenes Training

Psychologen empfehlen, genau im Blick zu behalten, dass die jeweilige Stressabbau-Methode keinen weiteren Stress erzeugt.

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