Abpfiff für "FIFA"! Fußball-Simulation erhält neuen Namen

  • Das Ende der „FIFA“-Reihe ist gekommen!
  • Natürlich müssen Fans aber nicht auf Fußball-Simulationen von EA verzichten.
  • Diese erscheinen in Zukunft allerdings unter dem neuen Namen „EA Sports FC“

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Spätestens nach „FIFA 23“ wird kein neuer Teil der Fußballsimulation mehr erscheinen. Nicht etwa, weil Publisher Electronic Arts (kurz: EA) dem Genre den Rücken kehren würde: Die Fußballreihe bekommt lediglich einen neuen Namen: EA Sports FC.

Hintergrund ist, dass man sich nicht mit dem Weltfußballverband FIFA über die Lizenzrechte einigen konnte. Dass die Fifa und EA möglicherweise getrennte Wege gehen könnten, zeichnete sich bereits im Vorfeld ab.

Bereits im Herbst 2021 informierte der Publisher öffentlich über die Probleme bei den Verhandlungen über die Lizenzkosten. „FIFA 23“ erscheint noch 2022 und wird das letzte Spiel unter dem alten Namen sein, bevor 2023 „EA Sports FC“ eingeführt wird.

„Im Juli 2023 beginnt eine neue Ära“, heißt es in einem offiziellen Blog-Post auf der Webseite des Publishers bezüglich des Namenswechsels.

Was bedeutet die Entscheidung für die Spielinhalte?

Gamer, die nun befürchten, das Ende der „FIFA“-Reihe und der Zusammenarbeit mit dem Verband würde bedeuten, dass man zukünftig nur noch Vereine und Spieler mit Fantasie-Namen bekommt, können aufatmen: EA betont, dass die Trennung der ehemaligen Vertragspartner keine Auswirkungen auf die Lizenzen, Ligen und Athleten haben würde.

Konkret ist die Rede davon, dass über 300 Lizenzpartner, 19.000 Spieler in 700 Teams, 100 Stadien und rund 30 Ligen aus aller Welt weiterhin vertreten sein sollen. Dazu zählen neben UEFA Champions League und Europa League sowie der Premier League, La Liga, Serie A oder MLS auch die erste und zweite Bundesliga.

Zum Hintergrund: Laut Insidern habe EA für die alten Lizenzverträge zirka 150 Millionen US-Dollar berappen müssen. Für die Weiternutzung der Lizenzen hätte die Fifa angeblich rund 250 Millionen Dollar pro Jahr gefordert. EA selbst betont die Vorzüge der neu gewonnenen Freiheit: Nun sei es leichter, neue Partner an Bord zu holen – insbesondere solche, die nicht an die Fifa gebunden sind.

Das gilt unter anderem für Sportmarken wie Nike, so der EA-CEO Andrew Wilson. Diese hatten es bis dato nicht leicht, da die Fifa eine Partnerschaft mit Adidas hat. Sogar auf die möglichen Spiel-Modi soll EAs Alleingang positive Auswirkungen haben. So soll die Fifa bisher laut einem geleakten internen EA-Meeting andere Spielmodi als „11 gegen 11“ verhindert haben. In Zukunft könnten die Spielmodi also origineller werden.

Die FIFA gibt sich trotzig

Die Fifa reagierte ebenfalls auf EAs Entscheidung und erklärte, man sei mit großen Namen aus der Spielebranche in Verhandlungen, um ein eigenes „FIFA“-Spiel zu entwickeln.

Präsident Gianni Infantino gab sich trotzig: „Ich kann Ihnen versichern, dass nur das authentische, realistische Spiel, das den FIFA-Namen trägt, die beste Wahl für Spieler und Fußballfans sein wird.“ EA-CEO Wilson dagegen sagte sinngemäß, dass es nicht nötig sei, für vier Buchstaben auf dem Cover Geld zu investieren.

Was Spieler vom letzten Teil der alten Serie, „FIFA 23“, konkret erwarten dürfen, will EA im Sommer 2022 kommunizieren. Bereits jetzt verspricht der Publisher den Fans „mehr Spielmodi, Features, Teams, Ligen, Spieler und Wettbewerbe als jede frühere Ausgabe“.

Details zu „EA Sports FC“ dagegen will EA erst im Sommer 2023 ausplaudern. Das vermeintlich Wichtigste steht bereits im Blog: „Alles, was ihr an unseren Spielen liebt, wird Teil von EA Sports FC sein.“ Es bleibt abzuwarten, ob der Publisher dieses Versprechen einlösen kann. © 1&1 Mail & Media/teleschau

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