Hautbild verbessern: Tipps für reine Haut

Der morgendliche Blick in den Spiegel kann ernüchternd sein: Häufig entdecken wir dabei trockene Stellen, Mitesser, Pickel oder große Poren. Auch niemand Geringeres als Katy Perry, 35, hatte bis vor Kurzem mit einem unreinen Hautbild zu kämpfen. Doch inzwischen hat die Sängerin einen makellosen Teint.

Daher ist besagter Blick in den Spiegel kein Grund für schlechte Laune. Denn Sie können Hautunreinheiten bekämpfen und stattdessen schöne Haut und einen ebenmäßigen Teint bekommen. Mit diesen einfachen Tricks können Sie Ihr Hautbild verbessern und sich an einem strahlenden Spiegelbild erfreuen.

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Hautbild verbessern: Wie entsteht unreine Haut?

Die oberste Hautschicht (Epidermis) schützt uns mit ihren Verhornungen vor schädigenden äußeren Einflüssen. Unter ihr befinden sich zahlreiche Talgdrüsen, die dafür sorgen, dass die Haut geschmeidig bleibt. Doch sobald die Talgproduktion aus dem Gleichgewicht gerät, spiegelt es sich im Gesicht wider.

Wenn beispielsweise zu viel Talg produziert wird, kann das Hautfett nicht durch die verhornte Epidermis dringen, die Drüsengänge verstopfen und Mitesser und Pickel bilden sich. Eine zu geringe Talgproduktion führt zu trockener Haut, was die Schutzbarriere der Haut beeinträchtigt – es entstehen Rötungen, Risse, Juckreiz oder Trockenheitsfältchen

Außerdem können erbliche Faktoren, die Ernährung, der Lifestyle und Hautkrankheiten Ursachen für ein unreines Hautbild sein. So ist Akne zum Beispiel eine hormonelle Erkrankung, die durch die vermehrte Ausschüttung männlicher Geschlechtshormone ausgelöst wird. 

Hautbild verbessern: Allgemeine Tipps

Wenn Sie mit Ihrem Hautbild nicht zufrieden sind, können Sie aktiv etwas dagegen tun. Dabei sollte Ihr Mantra lauten “schöne Haut ist gesunde Haut”. Denn wenn Sie Ihren Körper mit den richtigen Stoffen versorgen, wird es Ihnen auch Ihre Haut danken. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihr Hautbild verbessern:

  • Der Schönheitsschlaf steht an erster Stelle, da Ihr Körper, während Sie schlafen, allerhand wichtige Arbeit leistet: Er betreibt Zellerneuerung und es werden Wachstumshormone ausgeschüttet, die die Haut straffen. Geben Sie Ihrer Haut also genügend Zeit sich zu regenerieren und gönnen Sie sich sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht.
  • Bewegung an der frischen Luft kann das Hautbild verbessern.

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    Bewegung an der frischen Luft kann das Hautbild verbessern.

    © ShutterstockAchten Sie auf genügend Bewegung. Treiben Sie Sport oder machen Sie Spaziergänge. Bewegung steigert die Durchblutung und die Sauerstoffaufnahme, wodurch die Zellerneuerung gefördert wird.

  • Zudem sollten Sie einen hohen Alkoholkonsum vermeiden, weil Alkohol der Haut Feuchtigkeit entzieht. Die Talgdrüsen kurbeln die Produktion an und Poren verstopfen. Das Ergebnis: unreine Haut.
  • Zigaretten beziehungsweise Nikotin hemmt die Durchblutung, da es die Gefäße verengt. Das lässt die Haut schneller altern.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung. Eine stark fett-, zucker- und kohlenhydrathaltige Ernährung wirkt sich negativ auf Ihr Hautbild aus. Setzen Sie stattdessen auf vitaminreiche Ernährung. Auf Ihrem Speiseplan sollten Lebensmittel, die Vitamin A (z. B. in Karotten, Spinat und Grünkohl), Vitamin C (z. B. in Orangen, Paprika, Brokkoli) und Vitamin E (z. B. in Himbeeren, Mandeln, Tomaten) enthalten, stehen. Ebenso wichtig sind eiweiß- und zinkhaltige Lebensmittel. Auch gesunde Fette, die in Nüssen oder Lachs enthalten sind, sollten Sie zu sich nehmen. Übrigens hat auch Katy Perry ihr Hautbild verbessert, indem sie auf Zucker und Co. größtenteils verzichtet.
  • Viel Flüssigkeit! Ihr Körper braucht eine ausreichende Hydrierung, um für eine gute Durchblutung und einen vitalen Stoffwechsel zu sorgen. Trinken Sie zwei Liter Wasser oder ungesüßten Tee (z. B. Kräutertee oder grünen Tee) pro Tag, damit Sie prallere und schöne Haut bekommen. 
  • Sonnenschutz ist für Ihre Haut lebensnotwendig. UV-Strahlen können zu schnellerer Faltenbildung und unreiner Haut führen.

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Hautbild verbessern: Die richtige Pflege

Neben einem gesunden Lifestyle und einer ausgewogenen Ernährung, ist die richtige Hautpflege essenziell für schöne Haut. Grundsätzlich sollten Sie Ihr Gesicht morgens und abends reinigen und anschließend mit den richtigen Produkten pflegen – dazu gehört in jedem Fall eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor.

Bei der Hautpflege gilt es, insbesondere bei unreiner Haut, auf die Inhaltsstoffe der Produkte zu achten. Denn unreine Haut im Gesicht reagiert beispielsweise auf Duftstoffe sehr empfindlich. Die richtige Hautpflege hängt allerdings vom jeweiligen Hauttyp ab:

1. Normale Haut

Normale Haut übernimmt die meiste Arbeit für Sie, da sie genügend aber nicht zu viel Fett produziert. Sie ist in der Regel unproblematisch und pflegeleicht. Hautunreinheiten treten meist nur durch Hormonschwankungen oder falsche Pflege (wie Produkte, die Fett entziehen) auf. In diesem Fall können Sie milde Reinigungsprodukte sowie feuchtigkeitsspendende Cremes benutzen.

2. Trockene Haut

Trockene Haut produziert zu wenig Talg, was eine eingeschränkte Schutzfunktion verursacht. Das kann zu Irritationen, Fältchen und Entzündungen führen. Auch leichte Schuppenbildung, ein Spannungsgefühl und Juckreiz sind häufige Symptome. Um den ohnehin geschwächten Säureschutzmantel Ihrer Haut nicht zusätzlich zu drangsalieren, sollten Sie keinesfalls aggressive Reinigungs- oder Pflegeprodukte benutzen.

Gehen Sie Inhaltsstoffen wie denaturiertem Alkohol, Duftstoffen und  Duftölen wie Lavendel, Zitrone oder Minze aus dem Weg – sie trocknen die Haut zusätzlich aus und können Hautreizungen hervorrufen. Beachten Sie zudem folgende Pflegetipps:

  • Hautbild verbessern durch Feuchtigkeit.

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    Hautbild verbessern durch Feuchtigkeit.

    © ShutterstockVerwenden Sie für die Gesichtsreinigung ein mildes, parfumfreies Reinigungsprodukt mit einem hautneutralen pH-Wert (5,9 bis 5,5) und spülen Sie es gründlich mit lauwarmem Wasser ab. Generell sollten Sie trockene Haut nicht zu heißem Wasser aussetzen – das gilt auch fürs Duschen. Häufige und lange Bäder sollten Sie ebenfalls vermeiden.

  • Zusätzlich können Sie ein sanftes milchiges Gesichtswasser, das entzündungshemmende sowie feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe enthält, auftragen.
  • Nach dem Kontakt mit Wasser müssen Sie den Feuchtigkeitsverlust, den Ihre Haut erlitten hat, ausgleichen. Dazu eignen sich reichhaltige Cremes, die Ihre Haut mit Fett und Feuchtigkeit versorgen. Fehlt es Ihrer Haut vor allem an Feuchtigkeit, was sich durch Spannungsgefühl und Juckreiz äußert, sind Hautpflege-Produkte auf einer Öl-in-Wasser-Basis empfehlenswert. Benötigt Ihre Haut eher Fett, was sich durch schuppende Stellen äußert, sollten Sie Produkte auf einer Wasser-in-Öl-Basis zurückgreifen.
  • Im Winter wird trockene Haut durch die Kälte und Heizungsluft besonders beansprucht. Zu dieser Jahreszeit können rückfettende Cremes Ihr Hautbild verbessern.
  • Eine feuchtigkeitsspendende Nachtcreme schließt Ihre tägliche Hautpflege-Routine ab.
  • Einmal pro Woche können Sie zudem eine hydrierende Gesichtsmaske anwenden. Achten Sie lediglich darauf, dass sie keine aggressiven, sondern feuchtigkeitsspendende Stoffe wie Hyaluronsäure, Milchsäure oder Aloe Vera enthalten. Wenn Sie sicher gehen wollen, können Sie Ihre Gesichtsmaske selber machen. Peelings sind hingegen tabu, weil sie austrocknen.

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3. Fettige Haut

Fettige Haut: Sie glänzt, neigt zu Unreinheiten und Verhornungen. Sie entsteht durch eine Überproduktion von Talg. Die Poren verstopfen und das verursacht eine vermehrte Ansiedlung hauteigener Bakterien. Diese Sorgen für Entzündungen, die schließlich Mitesser und Pickel bilden. Vor allem die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) ist meist besonders betroffen, da sich in diesen Bereichen mehr Talgdrüsen befinden als im restlichen Gesicht.

Fettige Haut bildet erst später Falten und ist gegenüber Umwelteinflüssen wie Kälte unempfindlicher als andere Hauttypen. Da sie jedoch zu Hautunreinheiten tendiert, benötigt sie Pflege. Tipps zum Umgang mit fettiger Haut:

  • Generell sollten Sie Produkte verwenden, die speziell für fettige Haut geeignet sind. Diese nehmen das überschüssige Fett auf und regulieren den Fett-Feuchtigkeits-Gehalt der Haut. Doch hier ist Vorsicht geboten: Entfetten Sie Ihre Haut nicht zu sehr, denn dies zerstört den natürlichen Säureschutzmantel und regt die Talgproduktion an. Da fettige Haut meist mit Unreinheiten einhergeht, sollten Sie auch hier auf Produkte mit Duftstoffen verzichten, um Irritationen zu vermeiden.
  • Für die Gesichtsreinigung empfiehlt sich eine Reinigungsmilch oder ein nicht rückfettendes Waschgel mit einem neutralen oder leicht sauren pH-Wert (5,5).
  • Anschließend kann ein tonisierendes Gesichtswasser mit antibakterieller Wirkung verwendet werden.
  • Auch fettige Haut braucht Feuchtigkeit, weshalb sich bei der Tages- und Nachtpflege Öl-in-Wasser-Emulsionen anbieten.
  • Verwenden Sie ein- bis zweimal pro Woche ein Peeling, um abgestorbene Hautschüppchen zu entfernen. Mithilfe von Natron- der Backpulver können Sie übrigens Ihr Peeling selber machen. Mit einer klärenden Tonmaske (einmal pro Woche) können Sie zusätzlich Ihr Hautbild verbessern.

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4. Mischhaut

Die Wangen sind trocken und die T-Zone ist fettig – Mischhaut. Da sich Mischhaut aus mehreren Hauttypen zusammensetzt, kann die Pflege ein wenig knifflig sein. Sie sollten keinesfalls Ihr gesamtes Gesicht mit Produkten für fettige Haut pflegen, da das die trockenen Stellen nur noch stärker austrocknet.

Produkte für trockene Haut im kompletten Gesicht zu verwenden, ist gleichermaßen ungünstig, weil das Zuführen von mehr Fett das Entstehen von Mitessern und Pickeln begünstigt. Die Hautpflege ist hier ein Balance-Akt, da Sie allen Partien der Gesichtshaut gerecht werden müssen. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihre Mischhaut richtig pflegen:

  • Mischhaut ist zwar komplexer als andere Hauttypen, aber da sehr viele Menschen sie haben, gibt es entsprechend viele Hautpflege-Produkte. Benutzen Sie deshalb unbedingt Kosmetika, die speziell für Mischhaut geeignet sind.
  • Auch bei Mischhaut hat die Gesichtsreinigung oberste Priorität. Benutzen Sie morgens und abends eine milde und feuchtigkeitsspendende Waschlotion und spülen Sie sie mit lauwarmem Wasser ab.
  • Tragen Sie ein alkohol- und pafumfreies Gesichtswasser auf.
  • Es gibt viele Cremes, die eigens für Mischhaut konzipiert wurden. Sie mattieren fettige Stellen, während sie trockenen Hautpartien Feuchtigkeit spenden. Achten Sie bei Tages- und Nachtcremes darauf leichte, feuchtigkeitsspendende und nicht zu rückfettende Produkte einzusetzen.
  • Ein sanftes Gesichtspeeling können Sie einmal pro Woche (vor allem in der T-Zone) anwenden. 

Tipp: Wenn Sie unter sehr ausgeprägter Mischhaut leiden, ist es ratsam, die verschiedenen Hautpartien separat zu pflegen. In diesem Fall sollten Sie also für die Wangen die Pflegetipps zu trockener Haut, und für die T-Zone die Pflegetipps zu fettiger Haut, anwenden. 

Pickel am Kinn machen Ihnen zu schaffen? Hier erfahren Sie, wie Sie sie loswerden. Und auch für Pickel am Rücken gibt es eine Lösung.

Verwendete Quellen: netdoktor.de/ netdoktor.at, heilpraxisnet.de, ratgeber-hautgesundheit.de 

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